Second Hand: Kleidung tauschen oder verschenken

Immer mehr Second Hand Klamotten finden den Weg in Schweizer Kleiderschränke.

Immer mehr Second Hand Klamotten finden den Weg in Schweizer Kleiderschränke. Foto: © Wavebreak Media / thinkstockphotos.com

Kleidertauschparty: Kleider-Tausch statt Kauf

Ganz ohne Geld kommt man beim Kleider-Tausch aus. Früher wechselten abgelegte Hosen, Pullover, Blusen, Sommerkleider und Accessoires zwischen FreundInnen hin und her. Das so genannte «swapping» (englisch für tauschen) ist inzwischen ein Trend, den man nicht mehr nur im privaten Rahmen antrifft. Es finden sich professionelle Kleidertauschpartys in grösseren Schweizer Städten wie Zürich, Bern, Winterthur und Basel. Eine Übersicht finden Sie unter www.infoklick.ch/walkincloset. Nicht nur Modebegeisterte organisieren diese Events, sondern auch Initiativen wie beispielsweise die Quartier Treffpunkte Basel. Beim Kleider-Tausch kann jeder seinen Kleiderschrank erneuern, ohne dafür tief in die Geldbörse greifen zu müssen. Dabei wechseln Kleidungsstücke für Jung und Alt die Besitzer. Bei einigen Events wird ein geringer Eintritt verlangt und die übrige Kleidung an gemeinnützige Organisationen gespendet.

Vintage Mode nicht automatisch Second-Hand

Seit Jahren ist Vintage-Kleidung angesagt. Dahinter versteckt sich jedoch nicht immer ausschliesslich Second-Hand-Mode. Es ist auch möglich, dass die Kleidungsstücke keinen Vorbesitzer hatten und einfach über viele Jahre hinweg gelagert wurden. Weiterhin geben Designer ihrer Neumode auch nur ein gebrauchtes Aussehen, wie im Falle von verwaschenen Jeans.

 

Verschenken statt wegwerfen

Einen Schritt weiter geht die Verschenkplattform Freecycle. Mitglieder können u.a. gebrauchte Kleidung kostenlos weitergeben.

Altkleidersammlung: wohltätige Second-Hand-Mode
Häufig finden Kleider, Schuhe oder Taschen den Weg in die Altkleiderspende. Die Sammelmenge steigt Jahr für Jahr: Auf jeden Schweizer kommen etwa 4,4 Kilogramm an gebrauchten Textilien. Gut erhaltene Teile werden von der gemeinnützigen texaid weiterverkauft. Das Geld kommt Projekten verschiedener Hilfswerke zu Gute. Dennoch warnen Experten vor unseriösen Sammlern, da dieser Markt ein Millionengeschäft ist. Untragbare Altkleider werden rezykliert, woraus  Putzlappen, Dämmplatten, Rohstoffe für die Textil- und Papierindustrie oder Energie entstehen.

Um den stetig steigenden Modehunger zu stillen, ist Second-Hand-Kleidung ein gute Alternative. Diese kann man in Brockhäusern, auf Flohmärkten, Designer-Second-Hand-Läden, Online-Shops  oder hippen Vintage-Läden erstehen. Damit kann man sich gleich drei Dinge auf einmal erfüllen: Schnäppchen, die Ressourcen sowie Umwelt schonen und dennoch keine «billigen» Kleider von der Stange sind.

Link zu Second-Hand-Läden:


Online Boutique –  Die Boutique de Faon bietet eine grosse Auswahl an Second-Hand-Mode.
Verzeichnis der Brockenhäuser – Schweizweite günstige Kleidung.
Übersicht über Flohmärkte

 

Quellen: Greenpeace, IZT, Öko-Test, umweltberatung.at, texaid, zukunftsinstitut, handelsjournal, future-on-wings.net, Wikipedia, Energiedetektive  Text: Kerstin Borowiak
 

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