Ostereier natürlich färben mit Zwiebelschalen, Kurkuma & Co.

Eier färben wir am liebsten mit Naturmaterialien wie Rotkabis, Zwiebelschalen oder Brennnesseln. Mit Naturmaterialien kannst du viele strahlenden Farben erzielen. So färbt etwa Kurkuma Ostereier gelb und Rotkabis färbt sie blau. Zum Färben der Ostereier brauchst du lediglich Wasser, die Zutat für die Farbe deiner Wahl und wenig Essig für ein intensives Farbergebnis. Wir zeigen, wie du Ostereier natürlich färbst und mit Blättern und Blüten verzierst.

Ostereier mit natürlichem Pflanzenmuster
Mit Pflanzen kannst du Ostereier nicht nur färben, sondern auch verzieren. © Janna Danilova / iStock / Getty Images Plus
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Eier färben – das Wichtigste in Kürze:

  • Zwiebelschalen färben Eier rot, Brennnesselblätter grün und Kurkuma gelb. Welche weiteren Pflanzen du fürs Eier färben nutzen kannst
  • Wenn du weisse Eier färbst, werden die Farben intensiver und pastellig.
  • Zuerst bereitest du den Farbsud vor. Dieser muss 30-60 Minuten köcheln. Zum Rezept
  • Mit Essig erzielst du ein intensiveres Farbergebnis.
  • Mit Blüten und Kräutern kannst du beim Färben Muster auf die Eier zaubern. Zur Anleitung

Wer beim Eier färben auf künstliche Farbstoffe verzichtet, spart Verpackungsabfall und vermeidet unerwünschte Zussatzstoffe.

Auf eine bunte Farbpalette musst du dennoch nicht verzichten. Denn Ostereier werden auch mit Pflanzen wie Randen, Rotkabis, Kurkuma und Zwiebelschalen schön bunt. Wir zeigen, wie du Eier mit Hausmitteln färbst und ein intensives Farbergebnis erzielst.

Welche Pflanzen Eier wie einfärben

Für eine grosse Farbenvielfalt kannst du dich an der Farbpalette der Natur bedienen:

  • Rot: Randen, rote Zwiebelschalen oder Malventee. Wenn's schneller gehen soll, kannst du auch gekauften Rote-Bete-Saft für einen schönen Rosa- bis Rotton verwenden.
  • Braun: Schwarzer Tee, getrocknete Ringelblumenblüten, Kaffee, braune Zwiebelschalen und Eichenrinde
  • Gelb: Kurkuma
  • Grün: Spinat, Brennnessel, Petersilie oder Efeublätter
  • Blau und Lila: Holunderbeeren, Heidelbeeren oder Rotkabis
Ostereier mit natürlichen Farben färben
Verschiedene naturmaterialien erzielen unterschiedliche Farben. © arinahabich / iStock / Getty Images Plus

Wenn du dich für die Farben entschieden hast, kannst du den Sud ansetzen. Unser einfaches Rezept funktioniert mit allen genannten Materialien.

Eier natürlich färben: Das brauchst du

Für die besten Ideen braucht es nicht viel! Zum Eier färben brauchst du:

  • Rohe Eier
  • 1 Liter Wasser
  • Je nach Substanz 100-500 Gramm Naturmaterialien
  • 1 alten Topf
  • Löffel oder Schöpfkelle
  • 1 Gitterblech

Tipp: Wenn du die Eier mit Mustern verzieren möchtest, kannst du noch Blüten und Blätter sammeln. Bei einem kleinen Spaziergang oder einem Gang durch den eigenen Garten findest du im Frühling schon die ein oder andere Blüte und zahlreiche Kräuter und Blätter, mit denen sich kreativ verzierte Eier zaubern lassen. Mehr dazu in der Anleitung weiter unten.

Welche Eier zum Eier färben wählen?

Je nachdem, welches Farbergebnis du wünschst, kannst du braune oder weisse Bio-Eier wählen. Die Farbintensivität ist bei weissen Eiern höher als bei braunen und du erhältst frühlingshafte Pastellfarben. Bei braunen Eiern wirken die Farben dafür natürlicher.

Anleitung zum Eier färben: So gelingt der Sud

Für den Farbsud brauchst du einen Liter Wasser und je nach Naturmaterialien die untenstehende Menge davon:

  • Wenn du die Eier mit Gemüse wie Spinat oder Rotkabis färbst, brauchst du etwa 500 Gramm des Gemüses.
  • Zum Eierfärben mit Blättern, Zwiebelschalen oder Beeren reichen etwa 100 Gramm des Materials aus. Tipp: Weiche die Blätter oder Beeren vor dem Aufkochen bereits eine Stunde im Wasser auf.
  • Du kannst Eier auch mit Gewürzen wie Kurkuma in Pulverform oder mit Tee färben. Von diesem Material braucht's nur 3 bis 4 Esslöffel oder ca. 10 Gramm
  • Tipp für Eilige: Du kannst auch 1 Liter fertigen Rote-Bete-Saft oder Holundersaft fürs Färben nutzen. Dabei entstehen rote bis violette Eier.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Gib 1 Liter Wasser in einen Topf. Am besten verwendest du einen Emailletopf oder einen alten Kochtopf, denn oft lassen sich Farbrückstände auf den Behältern nicht mehr vollständig entfernen. Darin lässt du das jeweilige Naturmaterial ungefähr eine halbe Stunde bis 60 Minuten lang kochen. Damit das Wasser nicht verdampft, solltest du den Topf mit einem Deckel abdecken. Bei Bedarf kannst du den Farbsud auch mit mehr Wasser auffüllen.

Tipp: Mit einem EL Essig oder Zitronensäure im Farbsud kannst du die Farben intensivieren. Das liegt daran, dass die Säure den Kalk der Eierschale leich löst und dadurch aufraut, wodurch die Farbe besser haftet.

Anschliessend schöpfst du die Reste der Pflanze ab. Gib dann die rohen Eier in den Farbsud und lass sie etwa 10 Minuten kochen, bis sie hartgekocht sind. Für ein gleichmässiges Farbergebnis sollten die Eier dabei ganz unter Wasser sein.

Lege ein Gitterblech bereit, während du die Eier im Sud kochst. Nun die Eier mit einer Schöpfkelle aus dem Sud nehmen und auf das Gitter legen. Hierauf trocknen die bunten Eier schnell und bekommen keine Flecken.

Mit Randen gefärbte Eier auf einem Gitter trocknend
Lass die gefärbten Eier auf einem Gitter trocknen. © arinahabich / iStock / Getty Images Plus

Tipp: Für einen schönen Glanz reibst du die getrockneten Eier nach dem Färben vorsichtig mit etwas Öl (zum Beispiel Sonnenblumen- oder Rapsöl) ein.

Ostereier färben mit Kindern

Damit das Eierfärben ein Spass für die ganze Familie wird, kannst du die Eier auch vorkochen und den Farbsud vorbereiten. Ist der Farbsud abgekühlt, kann gleich mit dem Färben begonnen werden. Dabei hast du mehr Kontrolle über die Farbintensität, da du diese je nach Einwirkzeit besser variieren kannst. Beim sogenannten Kaltfärben sind die Eier bereits gekocht und je länger sie im Sud liegen, umso stärker wird die Farbe.

Tipp: In einem selbstgemachten Osternest sehen die farbenfrohen Eier besonders schön aus.

Eier färben und verzieren mit Naturmaterialien

Es gibt einfache Techniken, mit denen du Ostereier nicht nur schön bunt einfärbst, sondern gleichzeitig verzieren kannst. Zusätzlich zu den färbenden Materialien benötigst du für die verzierten Eier je nach Wahl:

  • Kleine Blätter, Kräuter oder Blüten
  • Eine alte Nylonstrumpfhose
  • Saft ½ Zitrone und Wattestäbchen
  • Gummibänder

Anleitung: Eier verzieren

Grashalme, Petersilienblätter oder Gänseblümchen sind bestens geeignet, um auf die gefärbten Eier schöne Muster zu zaubern. Diese Technik eignet sich auch für das Eierfärben mit Kindern:

1. Das jeweilige Blatt oder die Blüte einfach vor dem Färben auf das Osterei legen.

2. Die Beine der Nylon-Strumpfhose in gleichgrosse Stücke schneiden, sodass du mehrere kurze Schläuche erhältst.

3. Das Ei mit dem Blatt darauf in ein Stück der alten Strumpfhose hineinlegen. Den Strumpf an beiden Enden fest mit Garn zubinden, damit Ei und Blatt nicht verrutschen können.

4. Anschliessend gehst du vor wie oben in der Anleitung beschrieben und färbst die Eier mit den ausgewählten Materialien.

5. Lass die Eier nach dem Kochen auf einem Gitterbleck trocknen und zieh die Nylonstrümpfe erst vorsichtig ab, wenn die Farbe getrocknet ist.

Eier mit einer Feinstrumpfhose umwickelt
Mit einer Feinstrumpfhose kannst du Blüten fixieren. © Martysjahlushyk / iStock / Getty Images Plus

Tipp: Die Blätter vorher etwas anfeuchten, so bleiben sie besser in ihrer Position.

Ebenfalls Akzente setzt du mit straff sitzenden Gummibändern, die vor dem Färben nach Belieben um das Ei gebunden werden.

Wer nach dem Färben die Eier verzieren möchte, kann nach Lust und Laune mit einem Wattestäbchen Zitronensaft oder Essig auf die getrocknete Farbe auftupfen. Wo der Essig auf die Farbe trifft, verblasst diese. Dadurch kannst du ganz individuelle Muster zaubern.

Warum wir Eier färben

Wusstest du, dass die Tradition der gefärbten Eier zu Ostern bis ins Mittelalter zurückreicht? In der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Karfreitag wurde neben Fleisch auf Eier verzichtet. Um die gelegten Eier bis zum Ende der Fastenzeit haltbar zu machen, wurden sie gekocht. Damit man diese Eier dann nicht mit den frischen verwechselte, bemalte man sie rot.

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