Bio-Lebensmittel

Bio-Lebensmittel werden laut Bio-Suisse-Richtlinien gänzlich ohne Chemie produziert. So dürfen weder chemisch-synthetische Dünger oder Pflanzenschutzmittel verwendet werden. Das bringt für Umwelt und Verbraucher viele Vorteile mit sich. Die Erfinder des biologischen Anbaus waren übrigens die Schweizer.

Bio-Lebensmittel: Gut für Mensch und Natur
Bio-Lebensmittel sind gesünder und schützen die Umwelt. Foto: © Hemera / Thinkstock

Die Geschichte der Bio-Lebensmittel

Bereits in den 40er Jahren entwickelten Maria und Dr. Hans Müller die biologisch-organische Anbauweise von Produkten zur Herstellung von Bio-Lebensmitteln. Diesen Gedanken aufgreifend wurde 1981 Bio-Suisse gegründet, das die ersten Richtlinien für den Anbau und die Produktion von Bio-Lebensmitteln festlegte. 1997 wurde die Schweizer Bio-Verordnung erlassen, welche kontrolliert und festlegt, was «biologisch» und «ökologisch» ist.

Was sind Bio-Lebensmittel?

Bio-Lebensmittel stammen aus nachhaltigem Anbau. Der nachhaltige Anbau strebt an, dass die Bewirtschaftung der landwirtschaftlich genutzten Fläche dergestalt durchgeführt wird, dass beispielsweise die natürlich vorliegende, biologische Vielfalt und die Gesundheit des Ackerlandes erhalten, geschützt und gefördert wird. Der Mensch soll keinen Einfluss mittels synthetischer und chemischer Stoffe auf Natur, Pflanzen oder Tiere ausüben. Auch die Weiterverarbeitung der Bio-Lebensmittel zum biologischen Endprodukt ist hierbei streng reglementiert.

Die Vorteile von Bio-Lebensmitteln

Immer mehr Verbraucher achten darauf wie Lebensmittel produziert werden. Gerade in Zeiten der Lebensmittelskandale wird dem Bio-Label eine besondere Beachtung geschenkt. Der Verbraucher kauft mit Bio-Lebensmitteln eine streng kontrollierte Sicherheit über die Art der Produktion und Verarbeitung von Nahrungsmitteln. So gibt heute schon jeder Schweizer durchschnittlich 211 Franken für Bioprodukte, vornehmlich Bio-Lebensmittel, aus.

Viele Vorteile sprechen für den Einkauf von Bio-Lebensmittel. Bei tierischen Produkten wird auf eine artgerechte Zucht geachtet, die Landwirtschaftsflächen werden natürlich und chemiefrei bearbeitet und die Weiterverarbeitung geschieht ohne Zusatzstoffe, die in der Regel zwar nicht schädlich sind, doch die Ursprünglichkeit des Lebensmittels verfälschen oder Allergikern Beschwerden bereiten können. Ebenso darf die umstrittene Gentechnik bei der Produktion von Bio-Lebensmittel nicht zum Einsatz kommen.

Produktion von Bio-Lebensmittel: Artenvielfalt gefördert

Eine Studie des Biozentrums der Universität Würzburg hat kürzlich sogar nachgewiesen, dass auf ökologisch bewirtschafteten Feldern weniger Schädlingsbefall herrscht, da die Artenvielfalt höher ist, als auf konventionellen Anbauflächen.

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