Mit diesen 8 Tipps verschaffen Sie sich zu Hause mehr Platz

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Das Bücherregal quillt über und der Kleiderschrank geht kaum zu – doch sich von Dingen zu trennen, ist oft schwer. So kehrt schnell etwas mehr Minimalismus ein.

MInimalismus: 5 Tipps, mit denen Sie sich mehr Platz schaffen
Foto: © YakobchukOlena / iStock / Thinkstock

Im Laufe der Jahre sammelt sich in Schränken und Regalen so einiges an. Zwar brauchen wir vielleicht nicht mehr alles davon. Aber Wegwerfen ist oft nicht einfach, denn vielleicht ziehen wir die alte Jeans doch noch mal an oder holen die eingestaubte Deko irgendwann wieder aus der Schublade.

Doch etwas mehr Minimalismus kann auch richtig befreiend sein. Darum hier eine Tipps, damit das Ausmisten besser klappt.

1. In kleinen Schritten geht es am besten vorwärts

Sie wollen entrümpeln, aber wissen nicht, wo anfangen? Wichtig ist, dass Sie nicht gleich die ganze Wohnung auf den Kopf stellen. Nehmen Sie sich einen Schrank oder ein Regal vor, oder vielleicht auch erst mal nur eine Schublade. So behalten Sie den Überblick und verlieren nicht schon auf halbem Weg die Lust am Aufräumen.

Zudem können Sie so schon nach kurzer Zeit Erfolge verzeichnen. Dadurch schaffen Sie vielleicht nicht alles an einem Tag. Aber es besteht nicht die Gefahr, dass die Aktion im Chaos endet.

2. Staubfänger mit Tricks rausschmeissen

Den Kleiderschrank auszumisten fällt oft am schwersten. Dabei hilft es, die Kleidung in mehrere Kategorien einzuteilen: Was Sie regelmässig tragen, was Sie selten tragen, aber trotzdem auf keinen Fall wegwerfen möchten, und der Rest.

Wenn Sie richtig viel Minimalismus im Kleiderschrank anstreben, könnten Sie diesen gesamten Rest aussortieren. Aber es reicht auch erst mal alles davon, was Sie ein Jahr lang nicht mehr getragen haben, weil es vielleicht nicht mehr passt, kaputt ist oder einfach nicht mehr Ihr Stil. Oder Sie nehmen sich für den Anfang nur vor, sechs Teile von diesem Stapel wegzuwerfen.

Wie Sie sich selbst überlisten können, um mehr Platz zu schaffen, erklären diese «Tipps für Minimalismus im Kleiderschrank».

3. Ihre Bücher auf Weltreise schicken

Nein, Ihre geliebten Bücher brauchen Sie nicht wegwerfen, auch wenn das Regal bald unter ihrer Last zusammenbricht. Viel zu schade sind die meist nur einmal gelesenen Seiten, um in der Tonne zu landen. Doch sie lassen sich auch anders loswerden. Wollen Sie richtig viele Bücher ausmisten, können Sie diese natürlich im Ganzen spenden.

Noch schöner ist es aber, einzelne Bücher auf eine Reise zu neuen Lesern zu schicken, die sich wahrscheinlich genauso daran erfreuen, wie Sie selbst. Im besten Fall reist Ihr Lesestoff dabei um die ganze Welt. Und das coolste daran: Sie können die Reise verfolgen. Wie das geht, zeigt unser Artikel zu diesem sogenannten Bookcrossing.

4. Dem Küchenschrank mehr Freiraum geben

Ungenutztes Geschirr, kaum gebrauchte Gewürze und wenig beliebte Konserven rotten sich gerne weit hinten in den Küchenschränken zusammen. Nicht alles, was schon länger steht, ist zum Wegwerfen bestimmt. Aber das ein oder andere Teil kann vielleicht schon rausfliegen und Platz schaffen.

Dafür räumen Sie am besten einmal alles aus den Schränken, was schon mehrere Monate rumsteht, ohne genutzt worden zu sein. Ist davon ein Teller kaputt oder eine Konsverve abgelaufen? Dann kommt es gleich in die Tonne. Bei allem anderen schauen Sie sich jedes Teil genau an und überlegen, ob Sie es wirklich noch verwenden werden. Wenn nicht, kann es dem Ausmisten zum Opfer fallen.

Wer dabei nicht alles gleich dem Abfall übergeben will, kann es auch spenden. Die Caritas etwa freut sich über Lebensmittel, Produkte des täglichen Bedarfs, Kleider oder auch Möbel.

5. Deko aufs Wesentliche reduzieren

Hier mal ein Kerzenständer, da eine Figur – Dekorationen sammeln sich über die Zeit hinweg an. Und plötzlich wirken einfach alle Ablagen irgendwie vollgestellt. Ein bisschen mehr Minimalismus kann hier nicht nur befreiend sein, sondern lässt auch danach schneller staubwischen und putzen.

Wer nicht weiss, wo anfangen, kann sich erst mal nur eine Ablage vornehmen. Machen Sie es sich schwer, was von der Deko Sie aussortieren möchten, legen Sie einige Teile in eine Kiste und packen diese in den Keller. Was Sie davon nach zwei Wochen nich vermissen, kann getrost weg.

6. Dem Kühlschrank eine neue Ordnung verpassen

Im Kühlschrank verstecken sich oft einige Lebensmittel. Wenn Sie diese wiederfinden, sind sie meist schon abgelaufen und müssen weg. Deshalb lohnt sich hier auch regelmässiges Ausmisten besonders.

Damit das gar nicht erst nötig ist, gibt es aber einen Trick. Und zwar können Sie die Lebensmittel einfach der Grösse nach in den Kühlschrank geben. So behalten Sie stets den Überblick. Bei Dingen die gleich gross sind, ordnen Sie einfach nach Verfallsdatum. So steht vorne immer, was als nächstes verbraucht werden muss.

7. Vor dem Compi nicht Halt machen

Auch digital kann mehr Minimalismus das Leben leichter machen. Bekommen Sie etwa ständig Newsletter, die Sie gar nicht lesen? Wie viele Ihrer Social Media-Accounts nutzen Sie wirklich? Und was sammelt sich so alles auf der Festplatte an?

Aufräumen, Löschen und Abmelden zahlt sich hier wirklich aus. Denn ungewollte Mails immer wieder zu entfernen nervt nicht nur, sondern kostet auf Dauer auch jede Menge Zeit. Durch ein schlankes Postfach klicken Sie sich dagegen deutlich schneller. Und löschen Sie öfter mal Daten auf dem Computer, Tablet oder Handy, vermüllen diese nicht und bleiben so länger schnell.  

8. Frühjahrsputz minimalistisch angehen

Braucht es wirklich dutzende verschiedene Reiniger, um die Wohnung auf Vordermann zu bringen? Die einfache Antwort lautet «Nein». Für jede noch so kleine Tätigkeit ein eigenes Reinigungsmittel zu erfinden, ist eher ein Trick der Hersteller. Natürlich sollten Sie vorhandene Produkte erst aufbrauchen, aber vielleicht sparen Sie sich beim nächsten Neukauf einige Mittel ein.

Das verschlankt Ihren Putzmittel-Schrank unter Umständen deutlich. Denn das Bad wird in der Regel auch mit einem gewöhnlichen Reiniger sauber. Silber wird mit einigen Tricks meist besser glänzend als mit Chemie. Und die Fenster brauchen eigentlich gar kein Putzmittel. Wer noch weiter gehen möchte, kann sogar chemische Reiniger zum grossten Teil ganz rauswerfen. Mehr dazu hier: «7 natürliche Helfer, die chemische Putzmittel bestens ersetzen».

Minimalismus erst mal antesten hilft beim Ausmisten

Die ungebrauchten oder sogar ungeliebten Gegenstände müssen nicht sofort und endgültig entsorgt werden. Vielleicht landen sie erstmal in einer Kiste und werden in einer Testphase im Keller oder auf dem Dachboden verstaut.

Doch Vorsicht: Nicht ewig stehen lassen. Sonst ist die Wohnung zwar minimalistischer, aber dafür ist der Lagerraum mit alten Sachen überfüllt. Zeigt sich nach einigen Tagen oder Wochen allerdings, dass Sie die aussortierten Dinge nicht vermissen, dann ab damit zur Spendenorganisation, in den Online Shop oder auf den Müll.

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann