Tierversuche

Tierversuche sind seit Langem ein umstrittenes Thema. Inzwischen gibt es jedoch ein Tierschutzgesetz, dass diese genau regelt und zu  einem deutlichen Rückgang der Tierversuche führte. Dennoch gibt es immer noch viele Tests, bei denen auf Tiere zurückgegriffen wird.

Tierversuche
Foto: © JacobStudio / iStockphoto / Thinkstock

Tierversuche: Diese Tests gibt es

Versuchsreihen an Tieren werden hauptsächlich in der Medizin und für Tests von kosmetischen oder chemischen Produkten durchgeführt. Mit Hilfe der Tiere untersuchen Forscher die Wirkungen und Nebenwirkungen der jeweiligen Testprodukte. In der Medizin braucht man dazu vor allem das Blut und die Organe der Tiere. Die Kosmetikbranche testet hingegen die Verträglichkeit von Produkten meist am lebenden Tier.      

Tierversuche: Das Für und Wider

Die Meinung zu Versuchen an Tieren sind gespalten: Für die Gegner sind Tierversuche aus ethischer Sicht unvertretbar. Sie befürworten alternative Methoden, wie Tests am Computer (in silico), die die Wirkungsweise von Medikamenten und Kosmetik testen, ohne dass Tiere zu Schaden kommen.

Befürworter von Tierversuchen berufen sich unter anderem auf die technischen Fortschritte in der Chirurgie, die nur aufgrund von Versuchen an Tieren möglich waren. Auch betonen sie, dass es nicht bei allen Tests eine gute alternative zum Tierversuch gibt, besonders da, wo es um die Übertragbarkeit der Messergebnisse auf die komplexen Vorgänge im menschlichen Körper geht.

Dank Labels kann jedoch inzwischen jeder selbst entscheiden, ob er Produkte nutzen möchte, die mit Tierversuchen getestet wurden oder nicht. Derzeit gibt es zwei Kennzeichnungen, die tierversuchsfreie Produkte markieren: Das Siegel des DTB (Deutscher Tierschutzbund) und des BUAV (British Union fort he Abolition of Vivisection).

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