Prickelnde Pflege: Duftende Badekugeln selber machen

Ob zum verschenken oder selbst abtauchen, beim Badekugeln oder Badepralinen selber machen können Sie Ihre eigenen Düfte kreieren. Dazu ist es auch noch ganz einfach und das Ergebnis deutlich natürlicher als viele im Handel erhätliche Badezusätze.

Badekugeln selber machen und Badepralinen Rezept
Foto: © SStajic / iStock / Thinkstock

Badekugeln selber machen ist nicht besonders kompliziert. Das Ergebnis dagegen ist sowohl individuell als auch völlig frei von künstlichen Zutaten wie Paraffinen und anderen teils schädlichen Zusatzstoffen. Ein Badekugeln-Rezept für tollen Duft und prickelnde Blubberbläschen, dessen Ergebnis man selbst geniessen kann oder wunderbar verschenken.

So einfach können Sie Badekugeln selber machen

Damit die selbstgemachten Badekugeln so richtig schöne Bläschen ergeben, die noch dazu die wohligen Düfte von verwendeten ätherischen Ölen verströmen, kann man einen Trick aus dem Backbereich einsetzen: Backpulver oder Natron. Backpulver entwickelt in Verbindung mit Säure – hier wird unbedenkliche Zitronensäure in Lebensmittelqualität verwendet –, Wasser und Wärme Kohlendioxid den schönen Blaseneffekt der selbstgemachten Badekugeln.

Die Liste der geeigneten Öle ist lang und reicht von Olivenöl über Avocado- oder Nussöl bis zum edlen Jojobaöl, Kakao- oder Sheabutter. Diese können ganz nach eigenem Wunsch verwendet oder gar kombiniert werden.

Zutaten, um Badekugeln selber zu machen (für mindestens vier bis fünf Badekugeln):

250 g Natron/Backpulver, 125 g Zitronensäure, 60 g Stärke (z. B: Reis oder Maisstärke), 40 – 60 g Fett/Pflanzenöl, etwa 15 Tropfen ätherisches Öl, Lebensmittelfarbe und/oder getrocknete Blütenblätter, wenn gewünscht.

Um Badekugeln selber zu machen, werden zunächst die Öle und Fette miteinander im Wasserbad geschmolzen. Anschliessend werden Natron, Zitronensäure und Stärke untergerührt bis ein homogener, geschmeidiger Teig entsteht. Ätherische Öle, Farbe und Blütenblätter nach Wunsch einrühren. Die Masse sollte für stabile Badekugeln nicht zu ölig, aber auch nicht zu körnig sein. Je nach gewünschter Grösse – eine Grösse zwischen Walnüssen und Golfbällen ist optimal – kann man nun seine Badekugeln selber machen. Sie werden am einfachsten entweder gerollt oder aus der Masse mit Plätzchenformen ausgestochen.

Dies ist ein Basisrezept, um Badekugeln selber zu machen. Eine Grundregel: Mehr Fette geben den Badekugeln – wie auch dem nachfolgenden Badepralinen-Rezept – mehr Festigkeit nach dem Abkühlen, Öle machen die Konsistenz geschmeidiger. Für Anfänger in Sachen Badekugeln Selbermachen empfiehlt es sich, eher mehr Fett zu verwenden. Wenn man Badekugeln öfter hergestellt hat, kann man dann ruhig mit dem Öl-Fett-Verhältnis spielen und die ganz eigene Zusammensetzung entwickeln.

Duftende Badepralinen: Rezept, um einfach mal abzuschalten

Dieses Badepralinen-Rezept duftet nicht nur herrlich, denn das Ergebnis sieht auch richtig toll aus und pflegt dank Shea- und Kakaobutter zusätzlich die Haut. Die Zutaten für dieses Rezept:

50 g Shea-Butter, 50 g Kokosfett (z.B. das Bratfett Palmin), 50 g Kakaobutter, 10 g Lysolecithin (Emulgator, der auch in der Naturkosmetik eingesetzt wird), 100 g Natron, 50 g Zitronensäure, 25 g Kartoffelstärke, 25 g Milchpulver, einige Tropfen ätherisches Öl wie Lavendelöl, getrocknete Blütenblätter, z. B. von Ringelblume, Lavendel oder Rose (in Streifen geschnitten)

Zunächst für die Badepralinen die Fette mit dem Emulgator Lysolecithin im Wasserbad schmelzen. Anschliessend die pulvrigen Zutaten gut untermischen. Die Konsistenz sollte wie bei den selbstgemachten Badekugeln geschmeidig sein. Eventuell etwas mehr der fettigen Zutaten schmelzen, nach Wunsch Lebensmittelfarben unterrühren und Blütenblätter.

Nun kann man die Masse dieses Badekugeln-Rezepts beispielsweise in Pralinenförmchen drücken, in Ausstechformen aus der Weihnachtsbäckerei oder es zu kleinen Kugeln rollen. Abkühlen lassen – einfrieren hilft, um die Masse gegebenenfalls aus den Förmchen zu bekommen – und für das nächste Wohlfühlbad oder ein Geschenk kühl und dunkel lagern.

Werden die Badekugeln verschenkt, dann beispielsweise Lavendel- oder Rosenblütenblätter trocknen und dem Geschenk später als Dekoration hinzugeben. Im Dossier für selbstgemachte Naturkosmetik erhalten Sie noch weitere Rezepte für hausgemachte Pflegeprodukte. Zudem ein paar Tipps wie Sie mit Hausmitteln rissige Haut und trockene Lippen ganz einfach pflegen.

Weitere Rezepte für dufende Badezusätze

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Wunderbar duften Vanille-Badekugeln. Um diese Badebomben selber zu machen, mischen Sie 250 g Backpulver mit 125 g Zitronensäure und 60 g Kartoffelstärke. Anschliessend schmelzen Sie langsam 50 g Kokosöl, das Sie dann zu den trockenen Zutaten geben. Ist die Masse zu trocken, können Sie noch einen Esslöffel Olivenöl hinzugeben. Nun 15 Tropfen natürliches, ätherisches Vanille-Öl dazu, alles gut vermischen und Kugeln formen.
Tipp: Richtig typisch nach Vanille werden Ihre Badebomben aussehen, wenn Sie zur Masse noch etwas gemahlene Vanille-Schote hinzugeben. Gut lässt sich Vanille auch mit Himbeere kombinieren. Dazu einfach 2 getrocknete Beeren im Mörser zermahlen und unterrühren.
Wichtig: Achten Sie bei allen ätherischen Ölen in den Rezepten darauf, dass sie für Kosmetik geeignet sind. Viele künstlich hergestellte Öle können der Haut beim Baden schaden. Foto: IrinaBort / iStock / Thinkstock

 

Wunderbar duften Vanille-Badekugeln. Um diese Badebomben selber zu machen, mischen Sie 250 g Backpulver mit 125 g Zitronensäure und 60 g Kartoffelstärke. Anschliessend schmelzen Sie langsam 50 g Kokosöl, das Sie dann zu den trockenen Zutaten geben. Ist die Masse zu trocken, können Sie noch einen Esslöffel Olivenöl hinzugeben. Nun 15 Tropfen natürliches, ätherisches Vanille-Öl dazu, alles gut vermischen und Kugeln formen.

Tipp: Richtig typisch nach Vanille werden Ihre Badebomben aussehen, wenn Sie zur Masse noch etwas gemahlene Vanille-Schote hinzugeben. Gut lässt sich Vanille auch mit Himbeere kombinieren. Dazu einfach 2 getrocknete Beeren im Mörser zermahlen und unterrühren.

Wichtig: Achten Sie bei allen ätherischen Ölen in den Rezepten darauf, dass sie für Kosmetik geeignet sind. Viele künstlich hergestellte Öle können der Haut beim Baden schaden. Foto: IrinaBort / iStock / Thinkstock

 

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Quelle Rezept für Badepralinen: Facebook-Gruppe Erfahrungsaustausch für SelbermacherInnen

Text: JayRB