Natürliche Heilmittel: Bachblüten sollen die Psyche ins Gleichgewicht bringen

Die Komplementärmedizin wird in der Schweiz immer beliebter. Eines der dabei genutzten, natürlichen Heilmittel sind Bachblüten. Sie sollen positiv auf die Psyche wirken so helfen, den Körper zu heilen.

Bachblüten können den Körper natürlich heilen.
Zu den 38 Bachblüten gehört der Holzapfel. Foto: istockphoto, Thinkstock

Obwohl die Vermutung nahe liegt, wachsen Bachblüten nicht am Bach. Namensgeber war der englische Arzt Edward Bach, der diese beliebte Heiltherapie entwickelte. Als Homöopath suchte er eine ganzheitliche Alternative zur Schulmedizin, weil diese die Psyche häufig aussen vor lässt.

«Willst du den Körper heilen, musst du zuerst die Seele heilen», meinte bereits Platon und Edward Bach führte die Idee fort. Aus seiner Sicht treten Krankheiten auf, wenn das alltägliche Leben nicht mit den individuellen Bedürfnissen übereinstimmt. Natürliche Heilmittel wie Bachblüten können dann helfen, negative Emotionen wie beispielsweise Wut oder Unzufriedenheit ins Positive umzukehren. Damit sollen sich auch die körperlichen Beschwerden «in Luft auflösen».

Wie Sie die passenden Bachblüten finden

Der englische Arzt fand insgesamt 38 Bachblüten – 37 wildwachsende Pflanzen und eine Heilquelle - die gegen bestimmte, negative Zustände wirken sollen. Welche dieser natürlichen Heilmittel für Ihre Beschwerden die richtigen sind, können Sie ganz einfach selbst herausfinden. Dabei helfen Online-Selbsttests oder verschiedene Fragebögen in Büchern, die das Verhalten und psychische Zustände erfassen. Darüber ergeben sich die passenden Bachblüten. Sie sollten jedoch maximal acht miteinander kombinieren.

Nehmen wir etwa an, Sie bereiten sich auf eine Prüfung vor und möchten die Angst davor verlieren. Wer sich eher vor der Prüfung fürchtet, kann Mimilus (gefleckte Gauklerblume) einnehmen. Haben Sie sich dagegen beim Lernen verausgabt, hilft die Bachblüte Elm (Ulme).

Alternativ können Sie auch alle 38 Bachblüten-Beschreibungen durchlesen und entsprechend ihres «Krankheitsbildes» auswählen. Obwohl Bach davon ausging, dass jeder für sich selbst der beste Arzt ist, bietet sich manchmal ebenso der Weg zum Bachblüten-Therapeuten oder -arzt an. Sie befragen die Patienten umfassend und setzen zusätzlich Muskel- und Pulstests oder bioelektronische Testmethoden ein. Auf dieser Basis stellt der Fachmann die Bachblütenmischung zusammen. 

Was die Einnahme von Bachblüten bewirken kann – und was nicht

Bachblüten sollen durch tropfenweise Einnahme Krankheiten, Charakterschwächen oder auch psychische Probleme behandeln. Edward Bach meinte allerdings, dass die Bachblüten-Therapie nicht alles heilen kann. Das trifft besonders auf körperliche Beschwerden zu.

Das natürliche Heilmittel kann weder chronische noch schwere Krankheiten überwinden. Daher ist klar, dass diese Therapieform keine notwendige ärztliche Behandlung ersetzt. Dennoch steht der zusätzlichen Einnahme von Bachblüten nichts im Wege. Diese kann mit schulmedizinischen sowie homöopathischen Therapien kombiniert werden.

Erfolg der Bachblüten-Therapie ist nicht erwiesen

Verschiedene Studien zeigen, dass Bachblüten ähnlich gut wie Scheinmedikamente wirken. Eine Studie der Universität Freiburg zeigte etwa, dass sowohl Bachblüten als auch Placebos die Prüfungsangst im gleichen Masse senkten. Die Forscher schlossen daraus, dass die natürlichen Heilmittel eine Verbesserung des psychischen Empfindens fördern können, ohne aber einen objektiven Effekt auf den Körper zu haben.

Bachblüten mischen: Können Sie die natürlichen Heilmittel selber herstellen?

Noch heute stellt man Bachblütenessenzen nach den Originalanweisungen her: Man sammelt frische Blüten vor 9 Uhr an einem sonnigen und wolkenlosen Tag. Die Blüten legt man für mehrere Stunden in eine Schüssel mit reinem Quellwasser, die im Sonnenlicht ziehen. Das Blütenwasser wird verdünnt und mit Alkohol konserviert.

Die Hersteller verwenden bis heute die  Blüten und das Wasser aus der Heimat von Bach. Auch wenn man die Essenzen nicht unbedingt eigenhändig herstellen kann, ist es einfach, Bachblüten selber zu mischen. Wer die Mischung nicht eigenhändig anfertigen möchte, kann sie jedoch auch in einer Apotheke bestellen.

Natürliche Heilmittel: Bachblüten richtig einnehmen

Am einfachsten ist es, wenn Sie die Essenz in einem Wasserglas zu sich nehmen. Sie geben die entsprechende Tropfenanzahl in ein Wasserglas und trinken alles schluckweise - über den Tag verteilt - aus. Je nach Beschwerden ändert sich die Dosierung. Sie können die Essenzen aber auch unverdünnt oder als Globuli einnehmen.

Linktipps:

Selbsttest – Hier können Sie herausfinden, welche natürlichen Mittel – Bachblüten – Sie benötigen.

www.bachbluetenhaus.ch – informiert umfassend über die Bachblüten-Therapie.

Wanderung – Der Bachblüten-Lehrpfad zeigt, worauf es ankommt.

Quellen: Das neue Bach-Blüten Buch von Dr. Götz Blome (2008), BAG, Apotheken Umschau (Studie)

Text: Kerstin Borowiak

Für genau Ihre Alternative engagiert.
Welche alternative Heilmethode wirkt wie und wann?
Die Experten für Komplementärmedizin von Helsana beraten Sie kostenlos, damit Sie schnell gesund werden.
Erfahren Sie mehr.

Helsana