Superfood: Warum Leinsamen so gesund und nachhaltig sind

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Leinsamen stecken voll von gesunden Nährstoffen. Damit bringen sie nicht nur unsere Verdauung in Schwung, sondern lassen uns auch schöner und gesünder werden.

Superfood Leinsamen: Wirkung auf Gesundheit, Haut und mehr
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Die etwas in Vergessenheit geratenen Leinsamen feiern derzeit ihre Rückkehr und kommen daher auch wieder öfter von Feldern in der Schweiz. Durch die heimische Produktion haben sie einen deutlich kürzeren Transportweg als viele andere Superfoods. Doch nicht nur dadurch überzeugen sie, sondern auch mit ihrem Inhalt. Vier Vorteile der kleinen Körner:

1. Haare, Haut und Nägel glänzen lassen

Die gesunden Fette in Leinsamen lassen die Haut geschmeidig werden. Zusammen mit Folsäure und Pantothensäure sorgen Leinsamen zudem für kräftige sowie glänzende Haut, Haare und Nägel. Besonders für Schwangere sind Leinsamen eine gute Ergänzung zur normalen Ernährung, da sie einen erhöhten Bedarf an Folsäure haben.

2. Mit Leinsamen Herz und Abwehr stärken

Sowohl das Öl als auch die Leinsamen selbst enthalten einen sehr hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Allgemein kurbeln diese das gesamte Immunsystem an. Aber sie senken auch die Blutfettwerte, stärken das Herz und wirken entzündlichen Prozessen wie Arthritis entgegen.

3. Die Verdauung einfach fördern

Bekannt sind Leinsamen vor allem dafür, dass sie die Verdauung fördern. Damit wird man aber nicht nur eine lästige Verstopfung los. Sie wirken sich auch positiv auf den gesamten Verdauungstrakt aus, indem sie diesen in Bewegung bringen.

Für eine besonders verdauungsfördernde Wirkung einfach Körner in etwas Wasser geben oder mit dem Müesli oder Joghurt vermischen und zu sich nehmen, bevor die Samen aufgequollen sind.

4. Krankheiten vorbeugen durch Leinsamen

Die abführende Wirkung von Leinsamen entsteht durch Lignane. Dies ist ein sekundärer Pflanzenstoff, welcher auch als Phytoöstrogen bezeichnet wird.

Lignane sollen etwa vor so manchen Krebsarten schützen. Vor allem bei Tumorerkrankungen von Darm, Prostata und der Brust sollen sie präventiv wirken. Letzteres belegt bereits eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums DKFZ.

Wie viel Leinsamen essen und wie am besten?

Um sich den gesunden Kick mit dem Superfood Leinsamen zu verschaffen, reicht es aus, täglich maximal zwei Esslöffel à etwa 10 Gramm zu sich zu nehmen. Das geht am besten solo in Wasser oder dem Essen beigemischt.

Um sich mit den wertvollen Omega-3-Fettsäuren bestmöglich zu versorgen, genügt bereits ein Teelöffel des Leinöls. Dieses einfach ins Salatdressing oder einen Joghurt geben. Erhitzt sollten Leinöl wie auch die Samen jedoch nicht werden, denn dann verlieren sie viele ihrer wertvollen Inhaltsstoffe.

Quellen: dkfz.de, aponet.de, gesundheit.de, ernaehrungsberatung.rlp.de, vls.bayern.de, biofarm.ch

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann