10 umweltfreundliche Trinkflaschen für unterwegs

Umweltfreundliche und robuste Trinkflaschen für Schule, Uni, Büro oder den harten Outdoor-Einsatz: Welche es gibt und was Sie beim Kauf wissen müssen.

10 umweltfreundlichen Trinkflaschen für unterwegs
Foto: © lzf/ iStock / Getty Images Plus
  • 23
  • 1

Ein Grossteil unserer Plastikflaschen, so auch Einweg-Flaschen, werden mit dem Stoff Bisphenol-A (BPA) hergestellt. BPA kann sich von der Flasche lösen und gelangt so in unseren Körper. Laut Bundesamt für Gesundheit ist der Stoff umstritten, weil er den Hormonhaushalt des Menschen beeinflussen kann: «In hohen Dosen beeinträchtigt BPA die Fortpflanzung und die fötale Entwicklung.»

Je länger Getränke in solchen Flaschen sind, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass BPA in die Flüssigkeit gelangt.

Bild: 2 von 10

Klean Kanteen aus Edelstahl

Unverwüstlicher, reiner Edelstahl, Verschlüsse aus Kunststoff ohne Weichmacher oder Phthalaten und Dichtungen aus medizinischem, lebensmittelechtem Silikon, das zeichnet die coole Trinkflaschenserie für Gross und Klein von Klean Kanteen aus.

Das Unternehmen fertigt verschiedene Trinkflaschen von 355 Milliliter bis 1,9 Liter Volumen. Die Edelstahl-Trinkflaschen sind ein- oder doppelwandig, letztere mit stundenlangem Isolationseffekt für eiskalte oder heisse Getränke. Zudem gibt es Modelle mit kleiner oder grosser Öffnung. Die grossen Deckel sind mit Wellpappe isoliert.

Das Unternehmen spendet 1 Prozent seines Umsatzes an gemeinnützige Organisationen, die sich für die Umwelt einsetzen.

Foto: © zVg Klean Kanteen

Weitere Bilder anschauen

 

BPA-freie und nachhaltige Alternativen liefert der folgende Überblick.

Trinkflaschen aus Glas

Glas beeinflusst den Geschmack des Getränks nicht, ist spülmaschinenfest und recyclebar. Zudem ist es gesundheitlich grundsätzlich unbedenklich.

Wenn Sie Trinkflaschen aus Glas kaufen, sollten Sie darauf achten, dass die Flaschen aus möglichst robustem Glas bestehen, wie etwa jene des Schweizer Herstellers Fill Me Bottle. Eine andere Möglichkeit sind Trinkflaschen aus Glas mit einer umweltfreundlichen Schutzhülle. So gibt es bei den Soulbottles Schutzhüllen aus nachhaltig produziertem Kork.

Trinkflaschen aus Edelstahl

Edelstahl ist wie Glas geruchs- und geschmacksneutral und recyclebar. Laut der Webseite «Trinkflaschen Test» ist das Material frei von schädlichen Stoffen wie Blei oder Weichmachern und darum völlig unbedenklich. Im Gegensatz zum Glas sind Flaschen aus Edelstahl auch bei leichtem Gewicht unglaublich stabil.

Erkundigen Sie sich vor dem Kauf einer Edelstahlflasche, wo die Rohstoffe herkommen und unter welchen Umständen die Flasche produziert wurde. Empfehlenswert sind hier beispielsweise die Edelstahlflaschen von Klean Kanteen, 24Bottles oder jene des Schweizer Produzenten Sigg.

Wer eine Nickelallergie hat, sollte im Zweifelsfall keine Edelstahlflaschen verwenden.

Trinkflaschen aus Tritan

Tritan ist ein BPA-freier und sehr leichter aber stabiler Kunststoff. Laut «Trinkflaschen Test» ist das Material geschmacks- und geruchsneutral und hält auch grosser Wärme stand. Die Flasche kann daher auch in die Spülmaschine getan werden.

Tritan ist ein eher neuer Kunststoff, wobei sich die Forschung noch nicht einig ist, ob der Stoff gesundheitlich vollkommen unbedenklich ist. Bezüglich Nachhaltigkeit ist Glas und Edelstahl besser als Tritan, da diese sich leichter wiederverwerten lassen.

Trinkflaschen aus Aluminium

Trinkflaschen aus Aluminium sind zwar sehr leicht, erhalten aber schnell Beulen. Das Innere der Flasche ist beschichtet, wobei sich diese Schicht mit der Zeit lösen kann und in das Getränk gelangen kann.

Aluminiumflaschen können ausserdem einen Eigengeschmack abgeben. Hinzu kommt, dass die Herstellung nicht umweltfreundlich ist, wie etwa ein Bericht der führenden österreichischen Umweltorganisation «Global 2000» zeigt. Aus diesen Gründen empfehlen wir Alternativen aus Glas oder Edelstahl.

Sprudel selber machen lohnt sich

Nicht nur die Materialien der wiederverwendbaren Flaschen sind ökologischer, sondern auch ihr Inhalt kann es sein. Anstatt nämlich teures Mineralwasser im Supermarkt zu kaufen und schwer nach Hause zu schleppen, ist es viel einfacher und günstiger, unser gut kontrolliertes Leitungswasser zu verwenden.

Auch wer gerne mal Kohlensäure im Wasser hat, der sprudelt ganz einfach und trotzdem umweltfreundlich das Leitungswasser mit einem Wassersprudler (z.B. Sodastream) auf. Laut einem Artikel der «Süddeutschen Zeitung» bleibt «bei Einsatz eines Sprudlers die Umweltbelastung immer noch achtmal kleiner als beim gekauften Mineralwasser, allerdings sollte das Gerät mindestens fünf Jahre lang eingesetzt werden.»

Nachhaltig unterwegs – Tipps der Redaktion: 

Bei diesen 6 Labels finden Sie nachhaltige Sportoutfits

Zero Waste im Urlaub: Mit diesen 6 Tipps sparen Sie Abfall und Geld

Autoren: Michelle Kägi, Jürgen Rösemeier-Buhmann, September 2018

Kommentieren / Frage stellen