Lassen Sie es prickeln: Ganz einfach Badesalz selber machen

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Damit der Sprung in die Wanne so richtig zum Wellness-Trip wird, können Sie Ihr Badewasser ganz einfach in die eigenen Lieblingsdüfte tauchen. Wie Sie dafür pflegendes Badesalz mit und ohne prickelnden Effekt selber machen.

Natürliches Badesalz selber machen: Entspannt und pflegt
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Schnell und richtig dufte: Einfaches Badesalz selber machen

Badesalz selber herstellen klappt mit nur wenigen Zutaten und Aufwand. Alles, was nötig ist, sind 500 g Himalaya- oder Meersalz, 10 – 20 Tropfen eines natürlichen, für Kosmetik geeigneten, ätherischen Öls und ein grosses, oder mehrere kleinere Schraubgläser.

Das ätherische Öl in das Glas tropfen und gut verlaufen lassen, Meersalz hinzugeben und gut durchschütteln. Zum Durchschütteln sollte noch etwas Platz bis zum Deckel des Glases vorhanden sein.

Um sich dieses Badesalz selber zu machen, sind einige Öle besonders empfehlenswert. Lavendel- oder Vanilleöl entspannt und ist gut für empfindlichere Haut. Rosmarin- oder Zitronenöl hingegen wirken belebend und erfrischen. Welche weiteren Öle wie wirken, erklärt der Beitrag «Aromatherapie: Mit Düften zu mehr Wohlbefinden?»

Anwendung: Für ein Vollbad genügen bereits zwei bis drei Esslöffel der duftenden Mischung. Ein wohlig-wärmendes Fussbad in einer kleinen Wanne kommt mit etwa einem Teelöffel aus.

Dieses Badesalz können Sie auch, mit ausreichender Vorsicht, gut mit Kindern selber machen, zum Beispiel als ein schönes Geschenk.

Tipps, um das selbstgemachte Badesalz noch aufzubessern

Um besonders individuelles Badesalz herzustellen, können Sie zum Beispiel mehrere ätherische Öle zu Ihrer eigenen Duft-Kreation vermischen. Oder Sie geben dem Badesalz getrocknete Rosenblätter und Lavendelblüten hinzu, die einen Teil des Öls in dem Rezept ersetzen können. Mit zwei bis drei Trpfen Lebensmittelfarbe können Sie das Badesalz nach eigenem Wunsch noch aufpeppen.

Badesalz mit prickelndem Effekt selber herstellen

Ein prickelndes Bad wird es, wenn Sie dem obigen Rezept Natron hinzufügen. Dann sollten Sie jedoch das genutzte Schraubglas nicht verschliessen, weil es unter Umständen zu einer explosiven Mischung werden kann. Zusammen mit dem Natron können Sie aber auch ein  pflegendes Badesalz selber machen, das sogar ein leichtes Floating-Erlebnis mit sich bringt.

Hierfür brauchen Sie unter anderem Bittersalz als zusätzlichen Inhaltsstoff. Dieses spezielle Salz ist auch bekannt als Magnesiumsulfat. In angesagten Floating-Anlagen wird es meist Solewasser zugesetzt, um den einmaligen Effekt des Treibens an der Wasseroberfläche auszulösen. Bitterlsalz soll körperlich wie geistig entspannen und die Haut spürbar entschlacken.

Darüber hinaus fügen Sie nach Wunsch Lysolecithin hinzu. Dies ist ein pflanzlicher Emulgator, der nahezu gänzlich verhindert, dass ein sonst üblicher Ölrand an der Badewanne entsteht, da Lysolecithin das Wasser mit dem Öl verbindet. Lysolecithin muss nicht, kann aber sehr gut beim Badesalz selber machen zugegeben werden.

Als pflegende Komponente kommt, wie bei selbstgemachten Badekugeln und -Pralinen, ein pflegendes Öl nach Wahl hinzu. Zu empfehlen ist hier Jojobaöl. Auch Oliven-, Argan-, Nuss- oder Mandel- sowie Avocadoöl sind sehr gut geeignet.

Rezept, um dieses Badesalz selber zu machen

100 g Meer- oder Himalayasalz, 100 g pflegendes Öl, 100 g Natron, 50 g Lysolecithin und 200 g Bittersalz. Zudem ätherisches Öl (wieder 10 – 20 Tropfen)

Zuerst werden die Salze, Natron und Lysolecithin in ein Schraubglas gegeben, dann das ätherische, danach das pflegende Öl zugegeben. Anschliessend lediglich das Badesalz gut durchrühren oder kräftig schütteln, sodass sich die pflegende Substanz gut und schnell verteilen kann.

Tipps, um dieses Badesalz selber zu machen

  • Das Natron kann man auch weglassen, stattdessen dieses durch mehr Bittersalz ersetzen.
  • Ein Eincremen ist nach dem Bad in diesem pflegenden Badesalz eher nicht mehr nötig.
  • Bittersalz oder Magnesiumsulfat kauft man am besten in Lebensmittelqualität.

Weitere Rezepte für dufende Badezusätze

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Mit süsser Vanille in die Wanne steigen

Wunderbar duften Vanille-Badekugeln. Um diese Badebomben selber zu machen, mischen Sie 250 g Backpulver mit 125 g Zitronensäure und 60 g Kartoffelstärke. Anschliessend schmelzen Sie langsam 50 g Kokosöl, das Sie dann zu den trockenen Zutaten geben. Ist die Masse zu trocken, können Sie noch einen Esslöffel Olivenöl hinzugeben. Nun 15 Tropfen natürliches, ätherisches Vanille-Öl dazu, alles gut vermischen und Kugeln formen.

Tipp: Richtig typisch nach Vanille werden Ihre Badebomben aussehen, wenn Sie zur Masse noch etwas gemahlene Vanille-Schote hinzugeben. Gut lässt sich Vanille auch mit Himbeere kombinieren. Dazu einfach 2 getrocknete Beeren im Mörser zermahlen und unterrühren.

Wichtig: Achten Sie bei allen ätherischen Ölen in den Rezepten darauf, dass sie für Kosmetik geeignet sind. Viele künstlich hergestellte Öle können der Haut beim Baden schaden. Foto: IrinaBort / iStock / Thinkstock

 

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Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann