Überstunden erhöhen das Herzinfarktrisiko

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Um 40 Prozent steigt das Risiko für Herzkrankheiten bei Workaholics. Entscheidend ist dabei laut einer Studie, bestimmte Grenzen bei der wöchentlichen Arbeitszeit nicht zu überschreiten.

Herzinfarktrisiko steigt bei Überstunden um 40 Prozent
Foto: © grinvalds / iStock / Thinkstock

Ein Forscherteam aus London rund um Professor Mika Kivimaki hat nachgewiesen, dass Überstunden zu Vorhofflimmern führen können. Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung und kann einen Hirnschlag oder eine Herzschwäche auslösen. Die Studie wurde im European Heart Journal veröffentlicht.

Die Wissenschaftler haben für ihre Studie über zehn Jahre lang mehr als 85'000 Frauen und Männer begleitet und untersucht. Dabei kam heraus: Mit mehr als 55 Arbeitsstunden pro Woche soll man deutlich gefährlicher leben als mit 35 - 40 Stunden. Um 40 Prozent sei das Risiko für Vielarbeitende erhöht, Vorhofflimmern zu entwickeln.

Allerdings gibt es auch bereits Kritik an der Studie, wie es in einer Pressemitteilung der European Society of Cardiology heisst. Was bei der Untersuchung vernachlässigt worden sei, ist die Art der Tätigkeit, wie Dr Mahmoodi und Dr Boersma vom St. Antonius Hospital, Nieuwegein, aus den Niederlanden feststellen. Ausserdem sei auch mögliche Schichtarbeit nicht berücksichtigt worden.

Quellen: 20min.ch, alphagalileo.org

Autorin: Nadine Meier, 26. Juli 2017