Glänzend gepflegte Haare: Shampoos im Ökotest

Haare waschen befreit sie von Staub und Umweltgiften. So halten wir die Haarpracht gesund – insofern die Shampoos keine schädlichen Inhaltsstoffe enthalten.

Shampoos im Test
Welches Shampoo pflegt die Haare, ohne ihnen zu schaden? Foto: Julia Keller / iStock / Thinkstock
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Ein Mensch verbringt allein 120 Tage seiner Lebenszeit mit der Haarpflege. Dabei wird shampooniert, Kuren aufgetragen, die Kopfhaut massiert und mit Wasser gespült. Dafür gibt es unterschiedliche Shampoos und Pflegespülungen in Hülle und Fülle – doch welche davon sind die richtige Wahl?

Haare: Shampoos sind wichtig, aber oft auch giftig

In den letzten Jahren zeigten unterschiedliche Tests, dass konventionelle Haarshampoos - wie viele andere Kosmetikprodukte - wahre Chemikaliencocktails sind. Manche enthalten beispielsweise Silikone, künstliche Duftstoffe oder bedenkliche Konservierungsmittel, die unter anderem Allergien auslösen können. Viele dieser Stoffe können kaum biologisch abgebaut werden und belasten so nicht nur unsere Kopfhaut, sondern auch die Umwelt.

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Der Shampoo-Test zeigt, dass vor allem Farbschutz-Shampoos nicht halten, was sie versprechen. Kein einziges der 16 getesteten Shampoos konnte die Farbbrillianz wie versprochen verlängern. Im Sanotint Farbschutz-Shampoo wurden zudem krankmachende Keime nachgewiesen. Foto: Screenshot © Redaktion nachhaltigleben.ch

Der Shampoo-Test zeigt, dass vor allem Farbschutz-Shampoos nicht halten, was sie versprechen. Kein einziges der 16 getesteten Shampoos konnte die Farbbrillianz wie versprochen verlängern. Im Sanotint Farbschutz-Shampoo wurden zudem krankmachende Keime nachgewiesen. Foto: Screenshot © Redaktion nachhaltigleben.ch

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Neben den normalen Shampoos gibt es auch unter den speziellen Haarpflegeprodukten viele chemische Keulen, die mehr Volumen, lang anhaltende Farben oder weniger Schuppen bringen sollen. Herkömmliche Schuppenshampoos etwa enthalten Stoffe, die zwar gegen Entzündungen und somit gegen die störenden Hautschüppchen wirken. Diese haben aber oft bedenkliche Nebenwirkungen.

Um gesundheitsbelastende Substanzen zu vermeiden, greifen viele Konsumenten deshalb immer häufiger zu natürlichen Haarshampoos. Doch diese sind oft teurer als konventionelle, markenlose Produkte. Doch wie viel gesünder sind die Natur-Shampoos?

Haar-Shampoos unter der Lupe

Tests von K-Tipp und Ökostest der letzten zwei Jahre haben gezeigt, dass natürliche Haarshampoos zu den besten Produkten zählen. Ausschlaggebend sind nicht nur die schonenden Inhaltsstoffe, sondern auch, ob die Haare leicht zu kämmen sind oder glänzen. Shampoo-Gewinner sind unter anderem Naturprodukte von Lavera, Logona, Annemarie Börlind und vom schweizerischen Haarpflegeprofi Rausch. Diese sind in Reformhäusern, im Fachhandel und in Onlineshops erhältlich. Wer sich zum Beispiel den Schopf färbt oder unter Schuppen leidet, sollte auf eine spezielle natürliche Haarpflege zurückgreifen.

Gute Shampoos müssen nicht unbedingt teuer sein.

Gute Shampoos müssen nicht unbedingt teuer sein. Foto: © Stockbyte / Thinkstock

Stiftung Warentest zeigte in Anwendungstests, dass günstige Marken auch qualitativ besser sein können als teure Produkte. Im April 2012 veröffentlichte Warentest einen Bericht über 16 verschiedene Farbschutzshampoos. Dabei schnitten fast alle Haarwaschmittel mit einem mangelhaft ab. Diese hielten nicht ihr Werbeversprechen und schützten keineswegs vor dem Verblassen. Ausschliesslich zwei Markenprodukte und eine günstige Lidl-Eigenmarke bekamen die Note gut ab.

Welches Haarshampoo lohnt sich also zu kaufen?

Die Testergebnisse zeigen, dass immer noch viele herkömmliche Haarshampoos bedenkliche Substanzen verwenden. Verbraucher sollten daher nicht nur auf Glanz oder auf die hübsche Hülle achten, sondern auch die Verpackungsinformationen nach solchen Stoffen durchsuchen. Beim reinen Preis-Leistungsvergleich punkten aber auch einige günstige Eigenmarken. Wer von vornherein keine ungesunden Stoffe auf sein Haar aufbringen möchte, sollte besser gleich zur Naturhaarwäsche greifen. Wichtig ist, dass Sie diese Flaschen nicht offen stehen lassen. Sonst könnte es wegen fehlender synthetischer Konservierungsmittel zu einer starken Keimbelastung kommen.

Sie können die grüne Kosmetik am Natrue-, Ecocert- oder BDIH-Siegel erkennen. Ohne Siegel verschwindet jedoch die Garantie auf rein natürliche Inhaltsstoffe. Einige konventionelle Shampoos geben sich inzwischen einen grünen Anstrich und lassen weiterhin synthetische sowie gesundheitsbedenkliche Substanzen zu. Deshalb raten wir, unbedingt zertifizierte Naturkosmetika zu kaufen.

Quellen: Saldo, Ökotest, Warentest, Greenpeace, T-Online, Morgenpost

Text: Kerstin Borowiak

 

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