Sind wir die Zeitumstellung bald endlich los?

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Erfunden wurde die Zeitumstellung, um Energie zu sparen. Aber offenbar schadet das Drehen an der Uhr mehr als es nutzt. Das EU-Parlament beschloss deshalb, Vor- und Nachteile neu zu bewerten.

Zeitumstellung: Sind wir sie bald endlich los?
Bildunterschrift

Mit 384 zu 153 Stimmen wurde der Vorschlag angenommen, bei 12 Enthaltungen. Damit fordert das Parlament die EU-Kommission auf, den Sinn einer halbjährlichen Zeitumstellung genauer zu untersuchen und die Regelungen eventuell anzupassen.

Zwar hätte es bereits einige Studien zu dem Thema gegeben. Jedoch konnten diese bisher keine abschliessenden Ergebnisse liefern, wie es in einer Pressemitteilung des EU-Parlaments heisst. Dennoch gebe es Hinweise darauf, dass die Zeitumstellung der Gesundheit schadet.

Was würde das für die Schweiz bedeuten?

So schnell wird die Zeitumstellung in der EU nicht passieren. Nach dem Beschluss muss erst einmal die EU-Kommission seine Bewertung vornehmen. Anschliessend müsste mit den Mitgliederstaaten verhandelt werden, um eine definitive Abschaffung der Zeitumstellung zu beschliessen.

Die Schweiz müsste in der Folge entscheiden, ob sie die Zeitumstellung ebenfalls aufgibt. Zieht sie nicht mit, könnte es aufgrund des halben Jahres, in dem schweizweit eine andere Zeit gilt als in der EU, aber zu diversen Schwierigkeiten kommen.

Richtig auf die Zeitumstellung einstellen

An der baldigen Zeitumstellung Ende März wird der Beschluss des EU-Parlaments demnach nichts ändern. Am 25. März wird uns also wieder eine Stunde genommen. Dieses Drehen an der Uhr führt bei vielen zu Schlafstörungen und Müdigkeit. Wer das verhindern möchte, kann sich aber ganz einfach darauf vorbereiten: «Auf Sommerzeit umstellen: 4 Tipps gegen den Mini-Jetlag».

Quelle: Pressemitteilung EU-Parlament

Autor: Bianca Sellnow, am 09. Februar 2018