Robben nutzen Windparks als beliebtes Jadgrevier

Offshore Windparks stehen häufig in der Kritik, weil sie etwa Wale oder Vögel irritieren und vertreiben sollen. Robben scheinen sich dagegen gut auf die Windräder einstellen zu können, wie eine Studie zeigt. Sie nutzen Konstruktionen wie Windparks im Meer anscheinend sogar zu Ihrem Vorteil. 

Windparks werden zum neuen Jagdrevier von Robben
Foto: © Wolterk / iStock / Thinkstock
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Die Robben nutzen Windparks regelmässig und gezielt als Jagdgebiet , wie Biologen der schottischen Universität St. Andrews bei der Beobachtung von rund 120 mit GPS-Sendern ausgestatteten Seehunden und Kegelrobben in der Nordsee beobachteten.

Während elf Robben vor der schottischen Küste von der Windanlage Alpha Ventus angelockt wurden, schwammen zwei andere tagelang entlang Pipelines, die sich in der Nähe des Windparks befinden. Die Forscher vermuten, dass die Meerestiere die Konstruktionen deshalb als Jagdrevier nutzen, weil sie wie künstliche Riffe wirken, die immer mehr Fische beherbergen.

Um diese These zu bestätigen, seien laut der Forscher weitere Studien nötig. Die aktuelle Beobachtung lasse jedoch vermuten, dass sich die Meerestiere nicht, wie bisher befürchtet, durch Windparks und andere Konstruktionen im Meer vertreiben lassen, sondern sich stattdessen bestens auf sie einstellen. Ob sich auf lange Sicht auch andere Tiere wie Vögel oder Wale an die neuartigen Bauten im Meer gewöhnen können, ist ebenfalls noch unklar.


Quellen: scinexx.de, stern.de

Autor: Cristina Bürgi