Millenniumsziel erreicht: Mehr Menschen haben sauberes Trinkwasser

In der Schweiz gehört sauberes Trinkwasser zum alltäglichen Leben. Für viele Menschen auf der Welt ist das nicht so. Doch verzeichnet der jüngst erschienene Weltwasserbericht 2012 einen Anstieg der Menschen, die über eine saubere Trinkquelle verfügen.

Zugang zu reinem Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit.
Immer mehr Menschen haben Zugang zu sauberem Trinkwasser. Foto: © Sandor Jackal - Fotolia.com
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Der Weltwasserbericht der UNO zeigt, dass immer mehr Menschen sauberes Trinkwasser zur Verfügung haben. 89 Prozent der Weltbevölkerung haben gemäss einer Medienmitteilung von Greenpeace, die den Bericht analysiert, jeden Tag Zugriff auf reines Wasser. Und diese 89 Prozent sind ein Prozentpunkt mehr, als das für 2015 formulierte «Millenniumziel» vorsieht. In diesem wurde bereits im Jahr 2000 der Zugang zu sauberem Wasser als eines der zentralen Vorhaben genannt, das in den kommenden 15 Jahren realisiert werden sollte. Das Ziel ist also jetzt schon geschafft. Dennoch hoffen Experten, dass bis 2015 92 Prozent erreicht werden können. Zum Vergleich: Noch 1990 waren es nur 76 Prozent, die einen täglichen Zugang zu sauberem Wasser hatten.

«Heute können wir einen grossen Erfolg für die Menschen der Welt melden», äusserte sich UN-Generalsekretär Ban Ki Moon laut Greenpeace. «Eines der ersten Millenniumsziele ist geschafft. Das ist die Leistung derer, die die Millenniumsziele nicht als Traum sehen, sondern als Mittel, um das Leben von Millionen Menschen in der Welt zu verbessern.»

Trotz der positiven Entwicklung implizieren die 89 Prozent aber auch, dass elf Prozent der Weltbevölkerung noch Wasser trinken, das krank machen kann. Betroffen sind besonders Menschen in Afrika und südlich der Sahara, die vorwiegend in ländlichen Gebieten leben. Für Ban Ki Moon steht die Verringerung dieser Ungleichheiten an oberster Stelle der Prioritätenliste.

Quelle: Greenpeace Text: Miriam Dippe