Umweltrating.ch: Wahlhilfe für Umweltbewusste

Am 23. Oktober finden die Parlamentswahlen 2011 statt. Umweltrating.ch hat hierzu das Umweltprofil der Kandidaten analysiert. Dies soll Ihnen Orientierung geben, welche Politiker sich für eine nachhaltigere Zukunft einsetzen.

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Umweltrating.ch bewertete das Umweltprofil der Kandidaten fürs Parlament, Fotoquelle: parlament.ch
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Im Hinblick auf die Wahlen vom 23. Oktober 2011 über die neue Zusammensetzung des National- und Ständerates haben die Umweltorganisationen Greenpeace, Pro Natura, WWF Schweiz, die Schweizerische Energie-Stiftung und SVS/Birdlife Schweiz (Dachverband der Natur- und Vogelschutzvereine in den Gemeinden) das Umweltprofil der Kandidaten fürs Parlament (Nationalrat und Ständerat) bewertet. Auf www.umweltrating.ch können Sie sich nun ein Bild von den Politikerinnen und Politikern in Bezug auf ihren umweltpolitischen Standpunkt machen.

Die Kandidaten wurden zum einen auf Basis ihres Abstimmungsverhaltens bewertet. Dabei wurden die umweltrelevanten Abstimmungen der Mitglieder des Stände- und Nationalrats in der 48. Legislatur (Legislaturperiode ist die vierjährige Amtsperiode des Parlaments) unter die Lupe genommen. Diese begann am 3. Dezember 2007 mit der Wintersession und endete am 30. September 2011 mit der Herbstsession (Als Session bezeichnet man den Zeitraum, in dem das Parlament, d.h. Nationalrat und Ständerat, für die Beratungen zusammentritt. In jedem Jahr finden vier Sessionen zu drei Wochen statt). Umweltrating.ch hat insgesamt 53 Abstimmungen im Nationalrat ausgewertet. Da die Abstimmungen im Ständerat nicht aufgezeichnet werden, ermittelten die Umweltorganisationen das Wahlverhalten der Politiker der kleinen Kammer anhand von 30 Fragen zu den entsprechenden Geschäften. Einfach und bequem können Sie nun auf der Webseite den Umweltfreundlichkeitswert der Parlamentsmitglieder einsehen. Dies anhand einer Umweltetikette, welche den Politiker und die Politikerin in die Kategorie A als beste Kategorie bis G als tiefste Kategorie einteilt.

Zudem erfahren Sie auf umweltrating.ch, welche Positionen die Politiker in der kommenden 49. Legislatur vertreten wollen. Dazu hat umweltrating.ch den Kandidierenden einen Fragebogen zu den wichtigsten Themen der kommenden Legislatur wie Energie, Klima, Mobilität und Naturräume zukommen lassen. An der Befragung haben rund ein Drittel der Kandidierenden teilgenommen, das heisst bei den Umweltverbänden sind um die 1000 ausgefüllte Fragebögen eingetroffen. Unter der Rubrik «Wahlversprechen» finden Sie jeweils die 25 Antworten der Kandidaten und sehen, welche Umweltpolitik sie in Zukunft betreiben möchten.

«Die Erfahrung zeigt, dass viele Umweltabstimmungen im Parlament äusserst knapp ausfallen. Die Zusammensetzung des Parlaments ist deshalb für die künftige Politik, die auf Landschaft, Natur und Ressourcen Rücksicht nimmt, zentral», betonen die Umweltorganisationen und fügen an, dass deshalb umweltbewusste Wählerinnen und Wähler wissen müssen, wen sie wählen können.

Quelle: www.umweltrating.ch, Text: Lea Schwer