Klimakonferenz in Lausanne – die Ziele und die Teilnehmer

«Smile for Future», der Klimagipfel der internationalen «Fridays for Future»-Bewegung findet diese Woche in Lausanne statt. Auch Greta Thunberg ist unter den Teilnehmern.

Vom Klimastreik zur Konferenz: Klimajugend trifft sich in Lausanne
Gemeinsam gegen den Klimawandel: Die Klimajugend vernetzt sich an der Konferenz in Lausanne. Foto: Urs Bolz
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Diese Woche trifft sich die Klimajugend zum ersten internationalen Klimagipfel in Lausanne. Ziel ist es, die weltweite Bewegung besser zu vernetzen und gemeinsame Strategien zu entwickeln, um den Klimawandel aufzuhalten.

Prominente Unterstützung

Die Jugendlichen aus dem Umfeld der «Fridays for Future»-Bewegung erhalten prominente Unterstützung von Greta Thunberg, die ebenfalls an der Konferenz teilnimmt. Daneben sind auch namhafte Umweltwissenschaftler wie Ernst von Weizsäcker dabei.

Die rund 450 Klimaaktivisten, die am Gipfel teilnehmen, stammen aus 35 Ländern und sind alle ohne Flugzeug angereist. Auch die Verpflegung soll mit regionalen Lebensmitteln nachhaltig gestaltet werden.

Was erreicht werden soll

Das Ziel des Treffens, das unter dem Motto «Smile for Future» steht, ist die bessere Vernetzung der internationalen Klimajugend. Es sollen Erfahrungen ausgetauscht und Strategien abgesprochen werden, um gemeinsam mehr zu erreichen. Auch gilt es den geplanten Streik am UN-Klimagipfel in New York Ende September vorzubereiten.

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Auf dem Programm stehen zudem Workshops und Diskussionsrunden, aber auch soziale Aktivitäten.

Den Abschluss des Gipfels bildet am Freitag eine Demonstration durch die Innenstadt von Lausanne.

Herausforderung «Graswurzelbewegung»

Deutlich machen konnte die Bewegung, mit Rückendeckung der anwesenden Wissenschaftler, einmal mehr, dass es höchste Zeit ist, Massnahmen gegen den Klimawandel durchzusetzen. Der Verzicht auf fossile Treib- und Brennstoffe war dabei nur ein Aspekt, den Nobelpreisträger Jacques Dubochet und Umweltwissenschaftler Ernst von Weizäcker an der Medienkonferenz vom Montag forderten.

Klar zeigte sich in den bisherigen Diskussionsrunden, dass die verschiedenen europäischen «Fridays for Future»-Gruppierungen sehr unterschiedliche Taktiken haben, um ihre Ziele zu erreichen.

Die unterschiedlichen Ansätze können zwar als Stärke der Bewegung angesehen werden, könnten aber auch zu Schwierigkeiten führen.

Denn geplant ist, bis Freitag ein Papier vorzulegen, dass gemeinsame Strategien, zum Beispiel zur Mobilisierung der Öffentlichkeit, auf europäischer Ebene festlegt. Da die Bewegung aber als «Graswurzelbewegung» aufgebaut ist, und somit immer alle Seiten mit einem Beschluss einverstanden sein müssen, dürften abschliessende Formulierungen nicht einfach zu finden sein.

Mehr über die Entwicklungen am Klimagipfel lesen Sie direkt auf dem Blog.

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