Velosaison 2026: Diese Regeln für E-Bikes und Lastenvelos solltest du jetzt kennen Theresa Keller Die ersten warmen Tage locken wieder aufs Velo – ob für den Arbeitsweg, den Einkauf oder mit Kindern im Lastenvelo. Damit du sicher, legal und möglichst energiesparend unterwegs bist, lohnt sich ein kurzer Frühlingscheck: Gerade bei E-Bikes und Cargo-Bikes sind neue Vorgaben wichtig, die im Alltag schnell übersehen gehen. Kommentare Teilen Facebook X / Twitter WhatsApp E-Mail Merken Ab in den Frühling - Velos schon gecheckt und neue Regelungen gelesen? © Gemini / Google Was sich 2026 für dich besonders lohnt zu prüfen Wenn du ein Lastenvelo oder E-Bike nutzt, betreffen dich vor allem vier Punkte: Kindertransport, Tacho bei S-Pedelecs, zulässiges Gewicht und Beleuchtung. Diese Regeln sind nicht nur Formalitäten. Sie hängen direkt mit Unfallprävention zusammen – denn laut Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU, 2024 steigt das Risiko mit höherem Tempo, mehr Gewicht und ungenügend gewarteter Technik deutlich. Neu dürfen auf Lastenvelos offiziell bis zu vier Kinder mitfahren, sofern geschützte, gesicherte Sitzplätze mit Gurten vorhanden sind. Gerade bei Kindern ist das wichtig: Aus medizinischer Sicht sind Rückhaltesysteme zentral, weil Kinderkörper bei Bremsmanövern verletzlicher sind als Erwachsene. Fährst du ein schnelles E-Bike bis 45 km/h, brauchst du bei neu in Verkehr gesetzten Modellen seit April 2024 einen Tacho. Für ältere S-Pedelecs läuft die Nachrüstfrist bis zum 1. April 2027. Praktisch heisst das: Schau jetzt in den Fahrzeugausweis und erledige die Nachrüstung besser vor der Hauptsaison. Mehr Gewicht braucht mehr Kontrolle Für leichte Lastenvelos wurde das zulässige Gesamtgewicht auf 250 kg erhöht. Das ist alltagstauglich für Familien und Gewerbe, verändert aber das Fahrverhalten klar: Bremsweg, Kurvenstabilität und Anfahrdynamik werden anspruchsvoller. Die BFU empfiehlt deshalb, Bremsen, Reifen und Beleuchtung regelmässig professionell kontrollieren zu lassen – besonders nach dem Winter oder vor Fahrten mit Kindern und Ladung. Ebenfalls wichtig: Tagfahrlicht bleibt bei E-Bikes obligatorisch. Auch bei Sonnenschein verbessert Licht die Erkennbarkeit. Das ist kein Detail, denn Sichtbarkeit senkt nachweislich das Kollisionsrisiko im Mischverkehr. Mehr Tipps zur Sicherheit beim E-Bike Quick-Check vor der ersten grossen Tour Licht testen: Vorder- und Rücklicht müssen funktionieren. Fehlendes Tagfahrlicht kann CHF 20.– kosten. Tacho prüfen: Bei S-Pedelecs das Inverkehrsetzungsdatum kontrollieren und Nachrüstung rechtzeitig planen. Bremsen warten: Höheres Gewicht verlangt mehr Bremskraft – Beläge und Scheiben prüfen lassen. Reifendruck anpassen: Ein korrekt aufgepumpter Reifen reduziert Rollwiderstand und spart Akkuenergie. Weitere Tipps zur Wartung deines E-Bikes Häufige Fragen kurz beantwortet Darf dein 12-jähriges Kind ein langsames E-Bike fahren? Nein. Das Mindestalter liegt bei 14 Jahren mit Ausweis Kat. M oder G, ohne Ausweis bei 16 Jahren. Braucht dein Lastenvelo ein gelbes Nummernschild? Nur dann, wenn es ein S-Pedelec mit Unterstützung bis 45 km/h ist. Langsame Modelle bis 25 km/h gelten rechtlich als Fahrräder. Was bringt dir der Reifendruck wirklich? Sehr viel: Laut ETH Zürich, 2023 beeinflussen Rollwiderstand und technische Effizienz den Energieverbrauch im Verkehr spürbar. Beim E-Bike bedeutet das konkret mehr Reichweite, weniger Akkuverschleiss und ein leichteres Fahrgefühl. Fazit Ein sicherer Velosommer beginnt nicht erst auf der Strasse, sondern in der Garage. Wenn du Licht, Bremsen, Reifendruck und die neuen Vorgaben jetzt prüfst, schützt du dich, mitfahrende Kinder und andere Verkehrsteilnehmende – und bist zugleich nachhaltiger unterwegs. Alles was Du wissen musst zu E-Bikes und Lastenvelos findest Du in unserem Dossier zu Elektrovelos.