Umweltpolitik versagte bei Ausführung von Umweltzielen

Wie eine Studie des Umweltdepartement der vereinten Nationen UNEP zeigt, hat die Umweltpolitik bisher bei der Umsetzung der internationalen Klimaziele fast komplett versagt. Jetzt ruhen alle Hoffnungen auf der Umweltkonferenz «Rio +20».

Die Umweltpolitik hat die international festgelegten Umweltziele nicht erreicht.
Die Umweltpolitik hat die international festgelegten Umweltziele nicht erreicht. Foto: © Hemera / Thinkstock
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Seit Festsetzung der internationalen Klimaziele ist zwar ein deutlicher Rückgang von ozonschädigendem Gas zu verzeichnen, die Meere sind weniger verdreckt, im Treibstoff ist der Bleianteil reduziert worden und an vielen Orten in Drittweltländern ist das Wasser sauberer. Jedoch werden die Meere weiterhin überfischt und Dürren haben sich vermehrt auf Grund des fortschreitenden Klimawandels.

Obwohl es also Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel gibt, gehen diese laut UNEP noch viel zu langsam voran. So wurden nur bei vier von 90 vorgegebenen Punkten die festgelegten Klimaziele erreicht. Die Studie des UNEP kritisiert aufs schärfste diese schleppende Durchführung. Hoffnung setzt das UNEP jedoch in den anstehenden «Rio +20» Umweltgipfel, dass dieser endlich einen Schritt in die richtige Richtung bewirkt, um die Umweltschutzziele durchzusetzen.

Andere Untersuchungen geben der Kritik recht: Eine weitere Studie sagt einen Kollaps des weltweiten Ökosystemes bevor, wenn die Umweltverschmutzung so weiter geht. Dieser könnte sich nicht, wie bis anhin vermutet, über viele Jahrhunderte entwickeln, sondern ganz plötzlich eintreffen.

Quelle: 20min.ch Text: Jessica Buschor