Erfolg für Umweltschützer: 20 Tonnen Fischernetze am Haken

«Healthy Seas – a journey from waste to wear» ist eine internationale Umweltschutz-Initiative, die es sich zur Aufgabe macht, die Meere von alten Fischernetzen zu befreien. Sind die gefährlichen Netze erst mal am Haken, werden sie zu speziellen Nylon-Fasern recycelt. Jetzt feiert das Projekt seinen ersten grossen Erfolg.

Umweltschutz: Projekt zieht versunkene Fischernetze aus dem Meer
Engagierte Umweltschützer befreiten die Nordsee von 20'000 Kilo Fischernetzen. Foto: iStock / Thinkstock
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Im Rahmen der speziellen Umweltschutz-Aktion konnten bisher rund 20 Tonnen an verlorenen Fischernetzen aus der Nordsee gefischt werden. Die eingesammelten Netze wurden vom niederländischen Hafen in Scheveningen aus nach Slowenien transportiert. Dort werden sie zunächst in spezielles ECONYL®-Garn und anschliessend zu Socken, Badebekleidung, Teppichen und anderen Textilien umgewandelt.

Schätzungen zufolge machen Fischernetze ungefähr zehn Prozent der Meeresabfälle aus und belasten das Ökosystem des Meeres mehrere hundert Jahre lang. Die liegengebliebenen Netze stellen eine grosse Gefahr für viele Meeresbewohner dar: Delfine, Meeresschildkröten und viele Fische verheddern sich darin und verenden qualvoll. Die Initiatoren von «Healthy Seas» wollten diesem Drama nicht mehr nur zusehen und handelten. In weiteren Aktionen wollen die Umweltschützer in der Adria und dem Mittelmeer auf Fischernetz-Fang gehen.

Quelle: healthyseas.org; Text: Petra Zölle

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