Umweltkatastrophe vor Neuseeland kaum noch abwendbar

Am 5. Oktober lief der Frachter Rena vor der Insel auf Grund. Jetzt droht das Schiff auseinander zu brechen.

Der vor Neuseeland gestrandete Frachter Rena droht zu zerbrechen.
Der vor Neuseeland gestrandete Frachter Rena droht zu zerbrechen. Foto: MNZ
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Der Frachter zeigt bereits deutliche Risse und es scheint unwahrscheinlich, dass ein Abbrechen des Rumpfes noch verhindert werden kann. Bricht die Rena allerdings entzwei, droht eine Umweltkatastrophe.

Es flossen durch das Auflaufen des Schiffs und die damit verbundenen Schäden seit Anfang Oktober ungefähr 400 Tonnen Schweröl ins Meer. Das führte bereits zu einer erheblichen Verschmutzung umliegender Gebiete. Durch das Öl wurden Wasser und nahe gelegene Strände in Mitleidenschaft gezogen. Ausserdem wurden bereits über 500 tote Tiere aufgefunden und die Zahl der mit Öl verschmierten, verendeten Vögel und Seehunde steigt weiter. Inzwischen werden aber auch immer wieder noch lebende, verseuchte Tiere entdeckt, die gerettet und gesäubert werden können.

Bergungsarbeiten gehen weiter

Nachdem in den letzten Tagen die Bergungsarbeiten durch das schlechte Wetter fast zum Erliegen kamen, hat sich das Wetter inzwischen beruhigt und die Helfer kommen wieder schneller voran. Experten wurden bereits zum Rumpf des Schiffes herab gelassen, um die Schäden am Rumpf genauer zu inspizieren und das Abpumpen des Öls zu kontrollieren. Erst nach der genauen Beurteilung der Risse wird deutlich werden, ob und wie die Umweltkatastrophe vor Neuseeland noch verhindert werden kann. Auch konnten Teile der Crew inzwischen wieder auf das Schiff zurückkehren, um die Bergungsarbeiten von dort aus zu überwachen.

Schiff bricht immer weiter auseinander

Nachrichten von der Rena bestätigen, dass der Rumpf immer weiter auseinander bricht und damit die Gefahr immer grösser wird, dass 1000 weitere Tonnen Öl ins Meer fliessen. Da die Abpump-Arbeiten relativ langsam voran gehen, bisher wurden erst 70 Tonnen Öl abgepumpt und auf ein anderes Schiff geleitet, bleibt nur noch die Hoffnung, dass der Frachter lange genug intakt bleibt, bis der Rest Öl abgepumpt werden kann.

Dagegen spricht, allerdings, dass der Rumpf immer weiter auseinander bricht. Ausserdem sagen die Wetterprognosen der kommenden Tage nichts Gutes voraus. Die Bedingungen sollen sich wieder verschlechtern, was ein Bergen des Schweröls deutlich behindern würde.

Weitere Informationen zum aktuellen Stand der Bergungsarbeiten erhalten Sie bei Maritime New Zealand (MNZ).

Ein Video mit Bildern des Unglücks finden Sie in der folgenden Meldung von «Euronews»:

 

Quellen: nzz.ch, Maritime New Zealand (MNZ)