Umwelt Report 2013: Das sind die zehn schmutzigsten Orte der Welt

In Zürich wurde gerade der Umweltgiftreport 2013 präsentiert. Darin sind die zehn giftigsten Orte der Welt ermittelt worden. Zwei davon liegen in Europa: Dzershinsk in Russland und Tschernobyl in der Ukraine. Die Bedrohung, die von Umweltgiften ausgeht, betrifft aber die ganze Welt.

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Umwelt Report: Die zehn giftigsten Orte der Welt

Verdreckt durch Industrieabwässer: Riachuelo in Argentinien. Foto: Yanina Budkin / World Bank

Wie die Umweltorganisation Green Cross Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Blacksmith Institut in den USA nun mitteilten, liegen die zehn schmutzigsten Orte der Welt in insgesamt nur acht Ländern: Argentinien, Bangladesch, Ghana, Indonesien, Nigeria, Russland, Sambia und der Ukraine.

Schadstoffe wie Blei, Öl, Quecksilber oder Pestizide belasten die Gesundheit der dortigen Bewohner extrem.

Die zehn giftigsten Orte 2013:

  • Matanza-Riachuelo, Argentinien (VOC Flüchtige organische Verbindungen, insbesondere Toluol)
  • Hazaribagh, Bangladesch (Chrom)
  • Agbogbloshie Dumpsite, Ghana (Blei, Cadmium, Quecksilber)
  • Citarum River, Indonesien (Chemikalien, darunter Blei, Cadmium, Chrom und Pestizide)
  • Kalimantan, Indonesien (Cadmium, Quecksilber)
  • Niger-River-Delta, Nigeria (Öl)
  • Dzershinsk, Russland (Chemikalien, darunter Sarin, Blei und Phenole sowie toxische Nebenprodukte)
  • Norilsk, Russland (Schwermetalle)
  • Kabwe, Sambia (Blei)
  • Tschernobyl, Ukraine (Radionuklide)

 

Umweltgifte haben weltweit Auswirkungen

Die gefährlichen Umweltgifte gelangen nicht nur in Grundwasser und Boden, sondern auch in die Luft und verbreiten sich so über die ganze Erde. Dadurch ist die Gesundheit von rund 200 Millionen Menschen weltweit bedroht. Insbesondere Entwicklungsländer haben unter Umweltgiften zu leiden: Dort ist jeder fünfte Todesfall dort auf gefährliche Schadstoffe zurückzuführen.

Die weltweite Umweltverschmutzung effektiv zu bekämpfen, sei laut dem Umwelt Report nicht unmöglich, jedoch mit einem gezielten finanziellen Aufwand verbunden. «Letztendlich ist global ein enormer Geldbetrag nötig, aber auch mit kleinen Einsätzen kann eine Veränderung erzielt werden», so Stephan Robinson von Green Cross Schweiz.

Quellen: greencross.ch, focus.de, naturschutz.ch; Text: Petra Zölle