Klimakiller: Palmöl-Plantagen auf Torfböden

Palmöl ist Bestanteil vieler Lebensmittel und wird als Zusatz von Biokraftstoff genutzt. Die Nachfrage ist dem entsprechend hoch. Warum der immer weiter steigende Bedarf an Palmöl verheerende Auswirkungen für das Klima hat, zeigt eine neue Studie.

Durch die Brandrodung von Torfböden werden grosse Mengen an CO2 freigesetzt.
Durch die Brandrodung von Torfböden, wie hier in Indonesien, werden gross Mengen CO2 freigesetzt. Foto: © iStockphoto/thinkstockphotos.com
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Grosse Tropenwaldflächen sind den Palmölplantagen bereits zum Opfer gefallen. Trotzdem werden die Plantagen wegen erhöhter Nachfrage weiter vergrössert.

Um neue Flächen für Palmölfelder zu schaffen, werden immer mehr tropische Torfböden entwässert oder brandgerodet. Die bis zu 20 Meter tiefe Torfschicht ist jedoch Speicher von Unmengen an Treibhausgas, das bei der Zerstörung des Bodens freigesetzt wird.

Die Brandrodung und das Abholzen des Tropenwaldes hat dazu geführt, dass Indonesien inzwischen der viert grösste CO2-Emittent der Welt geworden ist.

Zu dem fügt das Abholzen allgemein dem Klima Schaden zu, da die CO2-filternde Wirkung der Wälder verloren geht. Der wichtigste Schritt um die Rodungen aufzuhalten, ist die Senkung der Nachfrage von Palmöl, denn nur ein Verbot weiterer Plantagenerrichtungen, würde kam etwas bringe, erklären die Forscher.

Quelle: pressetext.com Text: Jessica Buschor