29. Juli: Internationaler Tag des Tigers

Weltweit gibt es nur noch um die 3000 frei lebende Tiger. Die Wilderei und die Zerstörung ihres Lebensraumes durch Industrie und Landwirtschaft bedrohen die Raubkatzen. WWF Schweiz leitet Projekte um den Tiger zu schützen.

Tiger schützen ist dringend notwendig, der Bestand schwindet.
Tiger sind vom Aussterben bedroht. WWF Schweiz führt Projekte durch, um den Tiger zu schützen.
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Der 29. Juli ist der Internationale Tag des Tigers. Der Tiger ist die grösste Raubkatze der Welt und kann je nach Art bis zu drei Meter lang und 300 Kilo schwer werden. Insgesamt gibt es neun Tigerunterarten. Der Südchinesische- und Sumatra-Tiger (vom Aussterben bedroht), der Amur-, Bengal-, Malaysia- und Indochinesische Tiger (stark gefährdet) und der Bali-, Java- und Kaspischer Tiger (bereits ausgestorben). Ende des 19. Jahrhunderts gab es noch schätzungsweise 100'000 Tiger. Heute sind es nur noch schätzungsweise 3000 Stück. Die Anzahl der Indonesischen Tiger hat in den letzten zehn Jahren um 70 Prozent abgenommen und von den ehemals 4000 Bengal-Tigern gibt es noch um die 1800 Tiere.

Grund des Artensterbens sind zum einen die Wilderei und der illegale Handel. Gejagt werden die Tiger wegen ihres Fells und ihrer Knochen. Vor allem in der traditionellen asiatischen Medizin ist die Nachfrage nach Tigerknochen als Medikament zur Behandlung von Rheuma und Muskelerkrankungen gross. Daneben schwindet der Lebensraum des Tigers immer mehr. Die wachsende Bevölkerung braucht mehr Siedlungsraum und die Holz- und Landwirtschaft zerstört durch Abholzung den natürlichen Lebensraum wie tropische Regenwälder, Laub und Nadelwälder. In den letzten 150 Jahren sind dadurch um die 93 Prozent des ursprünglichen Tigerlebensraumes verschwunden.

Der WWF engagiert sich stark für den Schutz des Tigers. Neben Projekten zum Erhalt des Lebensraumes führt die Schweizer Umweltschutz-Organisation Aktivitäten mit der einheimischen Bevölkerung durch. Um Wilderei und illegaler Handel einzudämmen, müssen für die Menschen alternative Einkommensquellen entwickelt werden, wie zum Beispiel die nachhaltige Produktion von Waldprodukten (Honig, Nüsse oder Baumharz).

Im November 2010 haben sich die 13 Tigerstaaten (Bangladesch, Bhutan, China, Kambodscha, Indien, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Nepal, Russland, Thailand und Vietnam) zudem dazu verpflichtet, die Wilderei konsequent zu verfolgen, den Handel mit Tigerprodukten zu unterbinden und den Lebensraum der Tiger besser zu schützen.

Die Massnahmen zeigen Wirkung und so können zum Internationalen Tag des Tigers auch positive Nachrichten vermeldet werden. In den letzten fünf Jahren hat die Zahl der wild lebenden Tiger auf dem indischen Kontinent um ein Fünftel auf 1‘706 Tiger zugenommen.

Quelle: wwf.ch, Text: Lea Schwer