Die Basler Polizei geht bald mit Teslas auf Verbrecherjagd

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Wenn die Kantonspolizei ausrücken muss, soll das in Zukunft noch schneller, sicherer sowie ökologischer sein. Elon Musk findet das super, aber nicht jeder teilt seine Meinung.

Die Basler Polizei geht bald mit Teslas auf Verbrecherjagd
Foto: © Tesla 2018

Mit einer schnellen Beschleunigung von 0 auf 100 in unter 4 Sekunden eignet sich der Tesla X-100D bestens für Verfolgungsjagden. Das Fahrzeug punktet aber nicht nur mit seiner sportlichen Geschwindigkeit, sondern auch mit seinem elektrischen Antrieb, welcher der Polizei einen ökologischen Anstrich gibt.

Mit einer Batterieladung sollen die Polizisten im Einsatz rund 500 Kilometer weit kommen. Da sie aber mit den Alarmpikett-Fahrzeugen durchschnittlich nur 200 Kilometer täglich zurücklegen, müssen die Elektroautos wohl nicht allzu oft an die Steckdose. Günstig sind die Autos trotzdem nicht.

Teure Anschaffung der Teslas löst gemischte Gefühle aus

Die SVP Basel-Stadt kann die Anschaffung laut einer Meldung auf ihrer Seite nicht nachvollziehen. Die Fahrzeuge seien im polizeilichen Alltag nicht genug erprobt und zu teuer.

Einer der neuen Teslas schlägt mit rund 140'000 Franken zu Buche, damit kosten die Elektrofahrzeuge rund 50'000 Franken mehr als die bisherigen Dieselautos. Dieser Mehrpreis soll sich jedoch mit den niedrigen Betrieb- und Unterhaltskosten aufheben, wie auch Elon Musk in einem Tweet an die Kantonspolizei versichert. Der CEO von Tesla lobt die Entscheidung denn auch und ergänzt «die bösen Jungs werden definitiv nicht entkommen».

Die Polizei Basel selbst rechtfertigt in einer Pressemitteilung die höheren Anschaffungskosten damit, dass der Tesla X-100D das einzige Auto sei, welches alle gesetzten Anforderungen erfüllt. Deshalb vergeben sie den Auftrag ohne weitere Ausschreibung.

Autor: Olivia Sasse, am 22.März 2018