Nachhaltigkeit kommt an: Schweizer sparen mehr Energie und kaufen «bio»

Fast die Hälfte der vom Bundesamt für Statistik (BfS) befragten Schweizer geben an, dass ihnen energieeffiziente Elektrogeräte und Leuchtmittel beim Kauf wichtig sind. Vor allem junge Menschen sind hierbei sowie bei anderen Fragen zur Umwelt bewusster geworden.

Stromverbrauch: Schweizer achten vermehrt auf sparsame Geräte
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2011 schauten nur 35 Prozent der Schweizer immer auf energiesparende Geräte, während es letztes Jahr laut Umfrage des BfS schon 42 Prozent waren. Bei den 15- bis 24-Jährigen achteten lediglich 9 Prozent auf umweltfreundliche Geräte, während es 2015 schon 19 Prozent waren.

Auch bei der Heizung legt ein grosser Teil Wert auf Energie sparen. 44 Prozent der Schweizer gaben an, das Thermostat zurück zu drehen, wenn die Wohnung für mindestens zwei Tage leer steht. Nur 20 Prozent tun dies laut eigener Aussage nie.

Beim Konsum von Nahrungsmitteln achten mittlerweile fast 40 Prozent meistens oder immer darauf, dass diese aus biologischer Produktion stammen. Nur 7 Prozent schauen gar nicht darauf, wie das Bundesamt für Statistik ebenfalls in seiner Omnibus-Erhebung zu Themen der Umwelt unter 3045 befragten Personen herausfand.

AKW als grösste Umweltgefahr

Neben dem persönlichen Umweltverhalten im Alltag wurden die Personen im letzten Jahr auch zu den Gefahren für die Umwelt sowie ihrer Einschätzung der Umweltqualität befragt. 40 Prozent erachteten die Schweizer Kernkraftwerke als grösste Gefahr. An zweiter Stelle wurde der Verlust der Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten genannt, gefolgt vom globalen Klimawandel.

Die Sorge über ansteigende Temperaturen zeigte sich auch bei der Frage zur Umweltqualität. Nur noch 20 Prozent beurteilen sie als gut oder sehr gut, gegenüber 23 Prozent bei der Befragung im Jahr 2011. Positiv hingegen schätzten 95 Prozent der Schweizer Bevölkerung die Umweltqualität in ihrer unmittelbaren Wohnumgebung ein. Ein Wert, der sich im Vergleich zu 2011 kaum verändert hat.

Quelle: bfs.admin.ch; Text: Christian Gmür