Weniger Fördergelder für Solaranlagen

Der Bundesrat senkt die Förderungen für Solaranlagen in zwei Schritten zum 1. April und 1. Oktober 2015. Ziel soll sein, dass beantragte Gelder mit deutlich kürzerer Wartefrist ausbezahlt werden können.

Solaranlagen: Weniger Fördergelder ab 2015
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Insgesamt sinken die Vergütungssätze für Einmalvergütung und kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für grosse Anlagen (über 1000 kW) um etwa 12 Prozent. Mittlere Solaranlagen (30-1000 kW) werden mit rund 18 Prozent weniger Fördergeldern vergütet und für kleine Anlagen (bis 30 kW) gibt ungefähr 23 Prozent weniger.

Für Integrierte Photovoltaikanlagen wird, wie bisher, ein Aufschlag von 15 Prozent Förderung gewährt, da ihre Inbetriebnahme noch immer deutlich teurer sei, als die freistehender Anlagen. Die KEV wird ab April jedoch bei beiden angeglichen.

Beim Kauf einer Solaranlage besser auf Einmalvergütung setzen

«Wer heute eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung zwischen 10 und 30 kW für die KEV anmeldet, wird viele Jahre warten müssen, bis er in den Genuss der KEV kommt», heisst es in der Medienmitteilung vom Bundesamt für Energie (BfE). Rund 36 000 Anlagen würden momentan auf der Warteliste der KEV stehen. Es dauere mehrere Jahre bis man das beantragte Fördergeld ausgezahlt bekomme.

Die Betreiber von Solaranlagen sollten sich deshalb auf Anraten des BfE künftig für eine Einmalvergütung entscheiden. Diese decke rund 30 Prozent der Investitionskosten ab und könne deutlich schneller ausbezahlt werden.

Quelle: Bundesamt für Energie (BfE), Autor: Bianca Sellnow