So kannst du den Menschen in der Ukraine jetzt helfen

Mit einem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine hätte noch vor wenigen Wochen kaum jemand gerechnet. Nun herrscht seit einigen Tagen Krieg in Europa und Menschen müssen aus ihrer Heimat fliehen. Hierzulande, wo der Krieg nur wenige Flugstunden entfernt ist, fühlen sich viele hilflos. Einige Hilfsmöglichkeiten gibt es jedoch auch aus der Ferne.

Friedensdemonstration, ein Schild mit Aufschrift «We Stand with Ukraine» wird hochgehoben
Foto © Markus Spiske / Unplash
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Mit angehaltenem Atem verfolgen die Menschen weltweit den Angriff Putins auf die Ukraine. Dort sind die Betroffenen jetzt auf Hilfe angewiesen. Doch während die Regierung Sanktionen verhängt, macht sich in der Schweizer Bevölkerung vor allem eines breit: Rat- und Hilflosigkeit.

Schon ein kleiner Beitrag, sei es eine Geld- oder Sachspende, ist eine wichtige Hilfe für die Menschen vor Ort oder auf der Flucht. Welche vertrauenswerten Organisationen Spenden sammeln und was du sonst noch tun kannst, erfährst du in unserem Artikel.

Unterstütze Hilfsorganisationen vor Ort finanziell

Geldspenden sind ein wichtiger Bestandteil humanitärer Hilfe und ermöglichen es, Menschen in Not mit dem Wichtigsten zu versorgen. Achte bei Geldspenden unbedingt darauf, dass du dein Geld nur an verifizierte Adressen sendest. Diese Hilfsorganisationen nehmen Spenden für die Ukraine an:

Spende medizinische Güter

Die ukrainische Botschaft in Bern rief am Freitag zu Spenden von medizinischen Gütern auf. Diese sollen den ukrainischen Streitkräften sowie der Zivilbevölkerung zukommen.

Gebraucht werden tragbare Defibrillatoren, sterile Kittel und Einweghandschuhe, Bandagen, Schmerzmittel, Erste-Hilfe-Sets und chirurgische Instrumente wie Skalpelle und Pinzetten.

Das Material kann montags bis freitags zwischen 16 und 19 Uhr in der Botschaft in Bern abgegeben werden. Dies muss vorher per Mail ([email protected]) angemeldet werden.

Die Caritas Schweiz schreibt auf ihrer Website, dass Sachspenden einen höheren logistischen Aufwand sowie grössere Kosten mit sich bringen, weshalb sie zu Geldspenden aufrufen. Diese ermöglichen die Materialbeschaffung vor Ort, was auch die lokale Wirtschaft stützt.

Unterkünfte für Menschen in Not anbieten

Bislang sind keine ukrainischen Flüchtlinge in der Schweiz eingetroffen (Stand 1. März). Dennoch kannst du schon jetzt ankündigen, falls du eine Unterkunft zur Verfügung stellen möchtest. Dafür musst du dich bei Elinor oder host4ukraine online registrieren.

Teile nur Informationen von seriösen Quellen

In Kriegssituationen verbreiten sich schnell falsche Informationen und Gerüchte. Informiere dich bei seriösen Medien, statt Nachrichten auf fraglichen sozialen Kanälen zu konsumieren. Glaubhafte und faktenbasierte Berichterstattung findest du beim SRF, der Tagesschau und dem ZDF. Auch über das Ukraine Crisis Media Centre, das geprüfte Quellen sammelt, bleibst du informiert.

Bevor du Videos, Fotos oder Beiträge über eigene soziale Kanäle teilst, prüfe die Glaubwürdigkeit der Quelle. Folgende zwei Grundsätze helfen, die Verbreitung von Fehlinformationen zu erkennen und zu vermeiden:

1. Betrachte Fotos oder Videos ohne Quellenangabe mit Skepsis.

2. Überprüfe Inhalte, bevor du sie verbreitest. Checke dafür einmal ab, ob sie mit den Informationen obgenannter, unabhängiger Medien übereinstimmen.

Nimm an friedlichen Demonstrationen teil

Wer sich mit den Menschen in der Ukraine solidarisieren möchte, kann dies bei Kundgebungen und Demonstrationen tun. Immer wieder finden spontan organisierte Veranstaltungen statt. Auf der Website #StandWithUkraine kannst du dich informieren, wann und wo in deiner Nähe eine Demonstration oder Kundgebung geplant ist.

Mehr Informationen, wie du helfen und wo du spenden kannst, findest du auf Defendukraine.org.

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