Shell verabschiedet sich vom Biotreibstoff-Projekt

Eine Tochterfirma von Shell beutet seit 2010 das Land der Guarani für den Zuckerrohr-Anbau zur Herstellung von Biotreibstoff aus. Doch die Menschen begannen sich zu wehren. Nun zieht Shell sich aus ihrem Gebiet zurück. 

Für die Guarani besteht die Hoffnung ihr eigenes Land  zurueck zu bekommen.
Die Guarani haben wieder Hoffnung ihr Land zurück zu bekommen. Foto: ©  User:Robertobra / Wikipedia
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Wegen des Zuckerrohr-Anbaus der Firma Raizen wurde den Guarani zusehens ihr eigenes Land im südlichen Bundesstaat Mato Grosso do Sul weg genommen. Laut Survival International wurden sogar Anführer des Volkes durch angeheuerte Männer mit Waffengewalt beseitigt. Zudem sind durch den Anbau bereits zahlreiche Flüsse in der Region mit Pestiziden verseucht.

Auf Druck der Protestkampagnen der betroffenen Guarani und von Survival International hat sich nun das von Shell und dem brasilianischen Biotreibstoff-Konzern Cosan gegründete Unternehmen Raizen verpflichtet, ab dem 25. November 2012 kein Zuckerrohr mehr aus dem Gebiet der Guarani zu beziehen.

Gegenüber Survival International sagte der Sprecher von Raizen: «Mit unserem Rückzug möchten wir ein gutes Beispiel für andere Unternehmen setzen,» wie 20 Minuten schreibt.

Quelle: 20min.ch Text: Jessica Buschor