Schweizer Jugendherbergen sind im Klimaschutz absolute Vorreiter

Die Schweizer Jugendherbergen geben im nachhaltigen Tourismus in der Schweiz die Richtung vor. Schon lange engagieren sie sich für mehr Energieeffizienz und haben jetzt sogar geschafft ihre festgelegten Ziele zur Einsparung um mehr als das Doppelte zu übertreffen. Davon profitieren auch die Gäste.

Schweizer Jugendherbergen starten mit Klimaschutz richtig durch
Das ökologische Engagement der Jungendherbergen rentiert sich für Umwelt und Gäste. Bild: EnAW
  • 13

Die Jugendherbergen setzen auf schrittweise Erneuerungen ihrer Herbergen beziehungsweise auf Neubauten, die nach unterschiedlichen MINERGIE-Standards ausgestattet werden. Das ist gut für die Umwelt und die Gäste, die vor allem durch ein verbessertes Raumklima in Mehrbettzimmern profitieren.

Einsparungen sichern Schweizer Jugendherbergen Spitzenplatz im nachhaltigen Tourismus 

Um den CO2-Ausstoss zu reduzieren, wurden die veralteten Heizanlagen der Herbergen wenn möglich und sinnvoll durch CO2-neutrale Energieformen wie Wärmepumpen oder Pellet-Heizungen ersetzt. Auf diese Weise erfolgte nach Angaben der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) zwischen 2008 und 2012 eine CO2-Reduktion von 17,3 Prozent. Das ist doppelt so viel, wie das durch die Massnahmen angepeilte Ziel von 8,5 Prozent. 

Auch der Wasserverbrauch konnte in der Zeitspanne von 2008 bis 2012 auf 22,3 Prozent reduziert werden. Zur Warmwasseraufbereitung nutzen die Herbergen grösstenteils Solaranlagen.

Doch das soll noch lange nicht das Ende sein. Auch in der Periode von 2013 bis 2020 wollen die Schweizer Jugendherbergen weiter stark ihren Energiebedarf reduzieren.

Auszeichnungen für das Engagement

Bereits seit Jahren engagieren sich die der Schweizerischen Stiftung für Sozialtourismus unterstehen Jugendherbergen in Puncto Klimaschutz und sind damit recht erfolgreich. Denn schon 2011 erhielten sie für ihr Engagement den Schweizer Solarpreis und den Nachhaltigkeitspreis der Zürcher Kantonalbank.

 

Quellen: ee-news.ch, enaw.ch

Text: Katharina Kehler