Schweizer sind für schnelle Lösung des Atom-Müll-Problems

Ganze 95 Prozent der Schweizer Bürger und Bürgerinnen sind gegen einen Aufschub des Atom-Müll-Problems. Die nächsten Generationen sollen so gut wie möglich davon verschont bleiben, sich mit der Entsorgung von radioaktiven Abfällen herum schlagen zu müssen. So das Ergebnis einer neuen Umfrage.

Radioaktive Abfälle: Nächste Generation vor Entsorgung verschonen
Wohin mit dem Atom-Müll? Schweizer sind besorgt und fordern eine schnelle Lösung. Foto: © iStock / Thinkstock
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Mit satter Mehrheit stimmen Schweizer und Schweizerinnen in der Umfrage für eine konkrete und schnelle Antwort auf die Frage nach der Entsorgung von radioaktiven Abfällen. Die geologische Tiefenlagerung von radioaktivem Abfall wird hierbei von den meisten Befragten als beste Lösung für das Problem angesehen. Jedoch sind zugleich auch 82 Prozent der Umfrageteilnehmer der Ansicht, dass es für die Schweiz keinen sicheren Ausweg aus der Atom-Müll-Misere geben wird.

Aus der Befragung von 1’015 Schweizern, die vom Bundesamt für Energie in Auftrag gegeben wurde, geht zudem deutlich hervor, dass sich die Haltung der Schweizer zur Atomkraft geändert hat. In der aktuellen Umfrage stellte man den Teilnehmern dieselben Fragen wie bereits im Jahr 2008. Der Atomkraft stehen demnach heute deutlich mehr Schweizer skeptisch gegenüber als noch vor fünf Jahren. Denn während die Kernkraft 2008 von 52 Prozent der Befragten strikt abgelehnt wurde, sprechen sich heute 57 Prozent klar gegen Atomenergie aus.

Wann es jedoch tatsächlich zu einem Atomausstieg in der Schweiz kommen wird, steht derzeit noch nicht fest. Gemäss aktuellen Einschätzungen von Swisscleantech könnte die Schweiz aber spätestens ab 2037 ohne Atomstrom auskommen.

Quelle: admin.ch, tagesanzeiger.ch, Text: Petra Zölle