Der Umwelt zuliebe: EU will Plastiksäckli reduzieren

Nachdem in der Schweiz bereits letztes Jahr ein Plastiksack Verbot beschlossen wurde, zieht jetzt auch die EU strengere Register im Kampf gegen die weltweite Plastik-Vermüllung. Wie die EU-Kommission mitteilte, sollen europäische Staaten nun die Erlaubnis haben, Plastiktüten national zu verbieten.

Plastiksack Verbot: EU fordert Reduzierung von Wegwerf-Säckli
Nach der Schweiz will jetzt auch die EU Wegwerf-Plastiksäcke verbieten. Foto: iStock / Thinkstock
  • 1

«Plastiktüten sind ein Symbol unserer Wegwerfgesellschaft. Jedes Jahr landen mehr als acht Milliarden Plastiktüten in Europa im Müll. Das verursacht enorme Umweltschäden», sagte EU-Umweltkommissar Janez Potocnik am Montag in Brüssel. Der Umwelt zuliebe sollen die EU-Staaten in den nächsten zwei Jahren darüber entscheiden, ob sie Steuern auf Plastiktüten erheben oder Plastiksack Verbote einführen wollen. Die EU-Kommission will dabei aber nicht allen Plastiktüten an den Kragen, sondern nur den leichten Wegwerf-Taschen mit einer Dicke von weniger als 0,05 Millimetern.

In der Schweiz wird es gemäss des letztjährigen Beschlusses ab 2015 verboten sein, Wegwerf-Säckli an den Ladenkassen gratis auszugeben. Eine gute Alternative für die umweltverschmutzenden Einweg-Säckli sind Stofftüten, die sehr lange halten. In der Migros werden ab dem 1. November zudem spezielle Kunststoff-Säckli aus Recyclingmaterial angeboten, die sehr stabil sind und eine bessere Ökobilanz als Papiertüten aufweisen.

Quellen: srf.ch, migros.ch, zeit.de; Text: Petra Zölle