Plastiksack-Verbot: Öko-Schwindel oder Zeichen für die Umwelt?

Wir kennen sie alle, die kleinen weissen Plastiksäcke im Detailhandel zum Abpacken von Gemüse, Früchten und kleineren Einkäufen neben der Kasse. Diese sollen der Umwelt zuliebe bald verboten werden. Der Detailhandel bezeichnet die Aktion jedoch als Öko-Schwindel.

Der Nationalrat will ein Verbot fuer die Plastiksaecke im Detailhandel.
Plastiksäcke im Detailhandel könnten schon bald Geschichte sein. Foto: © iStockphoto / Thinkstock
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Jeder Haushalt verbraucht jährlich mehrere Hundert der umweltschädlichen Einkaufstaschen aus dem Supermarkt. Das sei unnötig, sagt der Nationalrat jetzt und will die Plastiksäcke im Detailhandel verbieten. Greenpeace begrüsst das Verbot. «Plastiksäcke brauchen Hunderte von Jahren, bis sie verrotten. Und die Herstellung belastet die Umwelt», erklärt Greenpeace-Sprecher Yves Zenger gegenüber 20 Minuten.

Der Detailhandel hingengen bezeichnet das Verbot als Öko-Schwindel. Sie stützen sich auf eine Studie, die besagt, dass die Öko-Bilanz alternativer Papier- und Bio-Plastiksäcke nur dann besser ausfällt, wenn diese mehrmals gebraucht würden. «Aus Ökologischer Sicht, bringt ein Verbot in der Schweiz keinen Mehrwert», so Beat Gerber vom IG Detailhandel zu 20 Minuten. «Werden Plastiksäcke verboten, müssten wir Gemüse oder Früchte neu verpacken, was ökologisch kaum besser wäre», so Gerber weiter.

Der Nationalrat hat mit einem deutlichen Ja für das Verbot gestimmt. Nun ist es am Ständerat zu entscheiden, ob die weissen Plastiksäcke bald Geschichte sein sollen.

Quelle: 20 Minuten Text: Jessica Buschor

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