Report zeigt alarmierende Müllmenge an Schweizer Gewässern

Plastikmüll an Schweizer Gewässern wird immer mehr zum Problem. Dies zeigt der erste Littering Report. Was Freiwillige alles aus den Seen gefischt haben, ist einfach traurig.

Plastikmüll belastet Schweizer Flüsse und Seen stark
Foto: Zvg/ Stoppp
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Der Swiss Littering Report von  "Stop Plastic Pollution Switzerland" (Stoppp) führt uns den Müll in und an Schweizer Gewässern ziemlich deutlich vor Augen.

Die Zahlen seien alarmieren, schreibt der Verein in seinem Report. Auf eine Fluss- oder Seeuferfläche von 100 Quadratmetern fanden die freiwilligen Helfer jeden Monat 67 Abfallgegenstände.

Ein Drittel dieses Mülls haben die Helfer aus den Seen und Flüssen gefischt.

13 Tonnen Abfall an Seen

Das Fazit ist erschreckend: "Hochrechnungen lassen vermuten, dass über 3 Millionen Plastikteile entlang der grösseren Flüsse und über 4 Millionen Plastikteile an den 100 grössten Seen der Schweiz liegen könnten", rechnet Stoppp.

Das sind rund 10 Tonnen Abfälle an Flüssen und 13 Tonnen an Seen. Und dies jeden Monat aufs Neue.

Jetzt ist die Politik gefordert

Aufgrund der alarmierenden Müllmengen fordert Stoppp die Politker zum Handeln auf.

Die Organisation fordert ein Verbot von Plastik-Einwegartikeln im Food- und Hygiene-Bereich. Ebenso fordert STOPPP eine Anpassung der Gewässerschutzverordnung, die zukünftig Plastik als Problemstoff für Gewässer einbezieht.

Das haben die Helfer auf 100 Quadratmeter Uferfläche gefunden:

18 Zigarettenstummel, 5 Plastikteilchen (2.5 bis 50cm), 3 Chips- und Süssigkeiten- Verpackungen, 3 Plastikfolien oder industrielle Verpackungen, 2 Styroporstücke (2.5 bis 50cm), 1 kleines Plastiksäckli (z.B. Gemüsesäckli), 1 Wattestäbchen, 1 Plastik von einer Zigarettenverpackung, 1 Plastikdeckel von einer Trinkflasche, 1 Lolli Stick und 10 weitere Abfallgegenstände.

Den vollständigen Bericht gibt es auf stoppp.org zu lesen.

Autor: Sabina Galbiati, 29.Juni, 2018

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