Über die Hälfte der Apfel-Plantagen mit Pestiziden belastet

In zwölf europäischen Ländern hat die Naturschutzorganisation Greenpeace Boden- und Wasserproben in Apfelanbaugebieten getestet. In über der Hälfte wurden teilweise beachtliche Mengen an Pestizidrückständen gefunden. Betroffen waren auch Proben aus der Schweiz.

Pestizide in Äpfeln: Bis zu neun Gifte in Schweizer Obst
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Die meisten Pestizide fanden die Forscher von Greenpeace in Bodenproben aus Italien, Belgien und Frankreich sowie in Wasserproben aus Polen, der Slowakei und Italien. Im April dieses Jahres wurden europaweit 36 Wasser- und 49 Bodenproben genommen, in denen insgesamt 53 verschiedene Pestizide gefunden wurden. Die Auswertungen zeigen, dass sich in 56 % der Boden- und Wasserproben die Rückstände von mindestens zwei Pestiziden befinden.

In der Schweiz wurden sieben Boden- und sechs Wasserproben genommen. Am meisten Giftstoffe fand das Forscherteam in den Proben von einer konventionellen Apfelplantage im Thurgau. Hier waren teilweise bis zu neun verschiedene Pestizide im Einsatz. Doch hier, wie auf den meisten anderen Apfelplantagen, waren die Belastungen innerhalb der gesetzlichen Grenzen. Nur fünf der europaweit genommenen Proben überschritten den gesetzlichen Höchstwert der gefundenen Pestizide.

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Quellen: greenpeace.org, schweizerbauer.ch