Bienensterben: Chemiekonzern will Verbot eines Pestizids verhindern

Das Chemieunternehmen BASF hat beim Gericht der Europäischen Union Klage gegen das Fipronil-Verbot eingereicht weil es das Pestizid weiterhin auf Maisfeldern einsetzen möchte. Das im Sommer beschlossene EU-Pestizidverbot würde laut des Chemieriesen nicht zum Schutz der Bienen beitragen.

Pestizide: BASF wehrt sich gegen Verbot des Bienenkillers Fipronil
Bienen haben unter Pestiziden wie Fipronil zu leiden.
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BASF wirft der EU-Kommission vor, mit der beschlossenen Einschränkung des Pestizids Fipronil gegen das europäische Pflanzenschutzrecht zu verstossen und wissenschaftliche Erkenntnisse ausser Acht zu lassen. Der Chemiekonzern ist der Ansicht, dass die Ursachen für das Bienensterben viel komplexer und nicht alleinig auf Pestizide zurückzuführen seien.

Die EU hatte im vergangenen Sommer beschlossen, den Einsatz mehrerer Pestizide stark einzuschränken, da diese eine akute Gefahr für Honigbienen darstellen. Das Verbot soll ab 2014 gelten.

Warum Pestizide eine Mitschuld am Bienensterben tragen, erfahren Sie in unserem Artikel «Allein im letzten Winter starb jedes vierte Schweizer Bienen-Volk».

Quellen: schweizerbauer.ch, spiegel.de