Olympia 2012: Die ersten Spiele mit CO2-Fussabdruck

Die Nachhaltigkeit ist bei Grossereignissen wie etwa den Olympischen Spielen immer ein neuralgischer Punkt. London als Gastgeber für 2012 hat nun als erster Veranstalter der Olympiageschichte einen eigenen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht.

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Bei den Olympischen Spielen 2012 in London spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.

Olympia-Stadion, Foto: www.london2012.com

Hauptthemen in dem Bericht sind Klimawandel, Biodiversität, Abfall, Einbeziehung und gesundes Leben. Die Dokumentation der Verringerung des ökologischen Fussabdrucks soll bis Anfang 2013 in zwei weiteren Berichten fortgesetzt werden.

Mit dem CO2-Fussabdruck will London zeigen, welche Auswirkungen seine Nachhaltigkeits-Bemühungen haben. Ziel ist die CO2-Reduktion um 50 Prozent, wobei die Vorzeigeprojekte Olympiastadion und Velodrom, das später zu Wohnzwecken vermietbare olympische Dorf, sowie die 250 Hektar des Hauptareals sind. Letztere wurden nach früherer Verschmutzung gesäubert und sollen eines Tages als Parklandschaft dienen. 45 Hektar davon werden Feuchtgebiete und spezielle Flusshabitate zugunsten der Artenvielfalt.

Der CO2-Fussabdruck von Olympia 2012 setzt sich dabei aus 438.000 Tonnen CO2-Äquivalenten zusammen, die nach derzeitiger Berechnung für die Spiele nötig sind. Die grössten Posten in der Aufschlüsselung sind der Ausbau der Örtlichkeiten und nötige Materialien mit 188.000 Tonnen. Der Energieverbrauch der Gebäude entspricht 86.000 Tonnen, 34.000 der Transport, 28.500 die Reise der Athleten und 26.000 Tonnen die Technologie.

Geplanter Strom aus Windkraft kommt nicht zum Einsatz

London soll Vorbild und Inspiration für positiven sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Wandel sein, so Sebastian Coe, der Vorsitzende des Organisationskomitees. «Niemand hat zuvor den gesamten Fussabdruck von Sommerspielen berechnet - und niemand ein Stadion für 80.000 Zuseher mit so wenig Struktur und Umwelteinwirkung wie wir gebaut», so der Olympiaveranstalter.

Einige der gesteckten Ziele verfehlte man allerdings schon bisher. So werden etwa nur neun Prozent statt 20 Prozent der nach den Spielen benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen. Eine grosse Windturbine, die zu diesem Zweck errichtet werden sollte, wird nun doch nicht gebaut. Die Marktentwicklung der erneuerbaren Technologien im Stadtbereich sei zu langsam gewesen, so die Begründung der Veranstalter.

Quelle: pressetext.ch

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