Neuer Weltrat soll die Vielfalt der Natur schützen

Bereits seit Jahren gibt es internationale Vereinbarungen zum Schutz der natürlichen Vielfalt auf der Erde. Dennoch werden immer mehr Tier- und Pflanzenarten ausgelöscht und die Natur weiter zerstört. Ein neuer Weltrat für Biologische Vielfalt soll das jetzt effektiv ändern.

Mehr Schutz der Artenvielfalt durch neuen Weltrat
Waldrodungen zerstören die Artenvielfalt.  Foto: © iStockphoto / Thinkstock
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Aufgabe des neuen Weltrats für Biologische Vielfalt ist es, zu ermitteln wie es um Gewässer, Wälder, Böden, Tier- und Pflanzenarten auf der Erde aktuell bestellt ist. Die Berichte und Empfehlungen der Experten sollen die Politik dazu bewegen, die anhaltende Zerstörung der Natur endlich zu stoppen.

Wie dringend das notwendig ist, zeigt etwa eine Berechnung des WWF: Ändert sich nichts, brauche die Menschheit bis zum Jahr 2030 zwei Planeten, um ihren Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken. «Wir sägen am Ast, auf dem wir sitzen», warnt die Umweltorganisation. Denn die grossen Ökosysteme sind die Grundlage allen Lebens auf der Erde.

Vor den Folgen der Naturzerstörung warnen Umweltorganisationen und die Vereinten Nationen bereits seit Jahren. Doch weder die UN-Millenniumsziele zum Erhalt der Artenvielfalt, noch eine entsprechende Konvention von 1992 konnten bisher Fortschritte beim Naturschutz erzielen. Die Arbeit des neuen Weltrats soll den bestehenden Vereinbarungen nun endlich Taten folgen lassen, so die Hoffnung.

Quellen: welt.de, spiegel.de

Text: Leena Heinzelmann

Das Ausmass der weltweiten Naturzerstörung

Laut dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen wird weltweit fast ein Drittel der Landfläche für den Ackerbau genutzt und dadurch der Lebensraum für Pflanzen und Tiere zunehmend zurückgedrängt. Auch die Meere werden weiter verschmutzt, die Fischbestände haben sich durch Überfischung drastisch verkleinert und die Korallenriffe sind seit 1980 um fast 40 Prozent zurückgegangen. Eine Untersuchung der Weltnaturschutzunion IUCN berichtet, dass fast jede Dritte von 64.000 untersuchten Arten vom Aussterben bedroht ist.