Neue Agrarpolitik: Bundesrat will nachhaltigere Landwirtschaft

Die Gesetzesvorlage für die neue Agrarpolitik misst dem Umweltschutz viel Bedeutung zu. Während Bio-Bauern und Umweltverbände diese Richtung gut heissen, sehen konventionelle Bauern ihr Geschäft bedroht.

Staatliche Förderung belohnt Umweltfreundlichkeit
Fördermittel belohnen nachhaltige Landwirtschaft. Foto: © Digital Vision / Thinkstock
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Der Bundesrat will zukünftig Massnahmen, die beispielsweise die Artenvielfalt erhöhen oder die Fruchtbarkeit der Böden erhalten, stärker fördern. Deshalb sollen die 3,5 Milliarden Franken, die jährlich in die Landwirtschaft fliessen, vermehrt solchen «gemeinwirtschaftlichen Leistungen» zugute kommen. Für Massnahmen, die direkt die Produktion betreffen, werden die Förderungen dafür knapper.

Von seiner Agrarpolitik für 2014 bis 2017 verspricht sich der Bundesrat sowohl die Umweltverträglichkeit als auch die Produktion zu verbessern. Bio-Bauern und Umweltverbände stehen der eingeschlagenen Richtung positiv gegenüber. Kritik kommt dagegen vom Schweizer Bauernverband (SBV). Die neue Agrarpolitik mache Bauern zu «Landschaftsgärtnern». Der Verband befürchtet, dass die Produktion und dadurch auch das Einkommen der Bauern durch das neue Gesetz geringer ausfallen würden.

Quelle: NZZ.ch

Text: Leena Heinzelmann