Nestlé untersucht Zulieferer auf Kinderarbeit

Der Konzern war in den letzten Jahren immer wieder in die Kritik geraten wegen Arbeitsrechtsverletzungen seiner Zulieferer. Nun nimmt Nestlé die Verantwortung wahr und lässt die Lieferketten für Kakaobohnen überprüfen.

Nestlé untersucht Zulieferer auf Kinderarbeit
Kinderarbeit ist in der Elfenbeinküste noch weit verbreitet. Foto: Electrolito / Wikipedia
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Die von Nestlé bei der Herstellung von Schokolade verwendeten Kakaobohnen werden in der Elfenbeinküste angebaut. Dort sollen jedoch laut Unicef an die 200 000 Kinder arbeiten, teils unter sehr schlechten Bedingungen und ohne dafür bezahlt zu werden, wie 20 Minuten berichtet. Obwohl Unicef diese Umstände schon länger bekannt sind, hat Nestlé sich nie ausreichend für ein Ende der Kinderarbeit eingesetzt.

Jetzt liess der Konzern aber die Fair Labor Association (FLA) in der Elfenbeinküste sämtliche Lieferketten verfolgen, um die Kinderarbeit zu dokumentieren und auszumerzen. Die Nonprofit-Organisation untersuchte dabei sämtliche Prozesse vom Anpflanzen und Ernten, über das Trocknen der Kakaobohnen bis hin zum Transport und dem Verkauf. Nestlé ist damit das erste Unternehmen seiner Branche, das massiv gegen Kinderarbeit vorgeht.

Quelle: 20 Minuten, Text: Bianca Sellnow