Landschaft im Spannungsfeld von Schutz und Nutzung - ein Manifest des siebten NATUR Kongresses

Über 600 Fachpersonen und EntscheidungsträgerInnen haben heute am siebten NATUR Kongress in Basel aufgezeigt, weshalb das Thema Landschaft alle etwas angeht und wie ein sorgfältiger Umgang mit der Schweizer Landschaft möglich ist. Im Plenum sprachen unter anderen Bundesrätin Doris Leuthard und der aus Nigeria stammende, alternative Nobelpreisträger Nnimmo Bassey. Das Resultat des Kongresses ist als NATUR Manifest mit je einer Forderung an die Adresse von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verabschiedet worden.

Doris Leuthard: «Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen»
Doris Leuthard: «Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.» Foto: © NATUR
  • 0
  • 0

Die Qualität der Schweizer Landschaft hat in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert. Dies zeigt nicht zuletzt das „Ja“ zur Zweitwohnungsinitiative vom 11. März 2012. Gleichzeitig weisen die Ergebnisse der Landschaftsbeobachtung Schweiz darauf hin, dass laufend prägende Elemente verloren gehen, welche die Qualität und die Eigenart der Schweizer Landschaften ausmachen. Fachpersonen und EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Wirtschaft und Verbänden diskutierten am siebten NATUR Kongress in Basel neue Ansätze zum Thema «Landschaft im Spannungsfeld von Schutz und Nutzung». Sie zeigten im  Plenum und in den 20 Workshops auf, wie Wirtschaft, Raumplanung und Gesellschaft zum sorgfältigen Umgang mit der Landschaft beitragen können.

Bundesrätin Doris Leuthard setzt sich für die Landschaft ein

Vor den Kongressteilnehmenden versprach Bundesrätin Doris Leuthard, sich für eine nachhaltige Raumplanung stark zu machen. So sagte sie: «Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.» Der Träger des alternativen Nobelpreises, Nnimmo Bassey aus Nigeria, erklärte, mit welchen Problemen die Menschen beim Landschaftsschutz in Afrika konfrontiert sind und weshalb die Lösung dieser Probleme auch die Schweiz interessieren muss.

Das NATUR Manifest stellt Forderungen an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Mit dem Ziel, einen nachhaltigen Umgang mit der Landschaft in Zukunft sicherzustellen, verabschiedeten die Teilnehmenden und Trägerorganisationen am 13. April 2012 das NATUR Manifest mit je einer Forderung an die Adresse von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Nur wenn sich PolitikerInnen zu einer weitsichtigen Raumentwicklung bekennen, die Firmen „grüner“ wirtschaften und jeder einzelne sich aktiv für die Landschaft einsetzt, ist eine nachhaltige Zukunft der Schweizer Landschaften möglich.

Röhrendes Spektakel: Wo Sie die Hirschbrunft erleben können

Röhrendes Spektakel: Wo Sie die Hirschbrunft erleben können

Nehmen Sie eine Auszeit: Das sind die schönsten Orte dafür

Nehmen Sie eine Auszeit: Das sind die schönsten Orte dafür

Bündner Parkwelten an der NATUR Messe in Basel direkt erleben

Bündner Parkwelten an der NATUR Messe in Basel direkt erleben