Nationalrat will Blockade bei Förderung erneuerbarer Energien lösen

Erneuerbare Energien sind derzeit gefragt in der Schweiz. Doch blockieren einige nationale Regelungen den reibungslosen Ablauf beim Bau von Solaranlagen und Co. Deshalb hat sich der Nationalrat dem Thema nun angenommen und die Förderungen überarbeitet. Was sich nun ändern wird, erfahren Sie hier.

Erneuerbare Energien werden wieder mehr gefördert.
Mehr finanzielle Unterstützung für erneuerbare Energien. Foto: © Martin Lehotkay - Fotolia.com
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Strom aus erneuerbaren Energien wird schweizweit vom Bund unterstützt. Dies geschieht über die kostendeckende Einspeisevergütung KEV, die Stromproduzenten fördert. Aber die Nachfrage ist so gross, dass es zu viele Projekte für die Ökostromproduktion gibt. Eine lange Warteliste hat sich gebildet, sodass die vorgegebene Fördermenge von 20 Millionen Franken nicht mehr ausreicht. Nun will die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates diesen Stau beheben und stimmte daher für eine Änderung des Energiegesetzes. Diese Anpassung die Finanzmittel der KEV, damit ein möglichst schneller Abbau der Warteliste und eine rasche Umsetzung der geplanten Projekte möglich werden.

Die Änderung des Energiegesetztes beinhaltet ebenso Erleichterungen für energieintensive Betriebe, die in erneuerbare Energien investieren wollen. Eine höhere Förderung der Produktion von Ökostrom soll auch hier schnell vonstatten gehen, berichtet Guntram Rehsche im Solarmedia Blogspot. Das sieht die Mehrheit der Kommission so, doch fordern einige auch eine umfassendere Reform des KEV-Systems und stimmten daher gegen diese punktuellen Änderungen.

Um den Neubau von Solaranlagen zu vereinfachen, stimmte die Kommission dem Ständerat zu. Sie befürwortet, dass der Bau von Solaranlagen in Bau- und Landwirtschaftszonen keiner Bewilligung mehr bedarf. Allerdings müssen demnach Bewilligungen nach wie vor bei Kultur- und Naturdenkmälern eingeholt werden.

Weitere Informationen rund um die Solarenergie finden Sie im Solarmedia Blogspot.

Quelle: solarmedia.blogspot, UVEK Text: Miriam Dippe