Gnadenlose Öl-Jagd: Ältester Nationalpark Afrikas bedroht

Immer mehr vegetationsreiche Flächen werden durch Ölerschliessungs-Pläne zerstört. Nun soll auch der artenreiche Nationalpark Virunga in Afrika einer Öl-Firma zum Opfer fallen. Naturschützer kämpfen dagegen an und fordern zum Mitmachen auf.

Nationalpark in Afrika durch Öl-Pläne bedroht
Unter den Öl-Böhrungen würden auch die 200 Gorillas im Park zu leiden haben. Foto: iStockphoto / Thinkstock
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Der Virunga-Nationalpark im Kongo zeichnet sich durch sein langes Bestehen und seinen einzigartigen Artenreichtum aus. Der britische Ölkonzern Soco International PLC sieht in dem 790'000 Hektar grossen Parkgebiet jedoch einen ganz anderen zu erschliessenden Reichtum: Erdöl soll dazu beitragen, dass die Einkommen in der lokalen Bevölkerung steigen.

Die geplanten Ölbohrungen könnten jedoch zu Ölverschmutzungen sowie Luft-, Wasser- und Bodenvergiftungen führen und den Park letztlich ganz zerstören. Auch die ohnehin schon vorhandenen Auseinandersetzungen zwischen Parkrangern und Plünderern könnten durch die Öl-Pläne weiter verschärft werden.

Im ältesten Nationalpark auf dem afrikanischen Kontinent leben derzeit rund 200 vom Aussterben bedrohte Berggorillas. Die Naturschutzorganisation WWF ruft deshalb dazu auf, gegen die Pläne des britischen Ölkonzerns vorzugehen und die einzigartige Natur in der Region zu schützen. Wer mithelfen möchte, dass der afrikanische Nationalpark eine Zukunft hat, kann beim WWF seine Stimme dafür abgeben.

Quellen: 20min.ch, umweltjournal.de, wwf.ch

Text: Petra Zölle