Nachhaltiger Konsum: E-Book-Leser schützen das Klima

Bücher im Papierformat zu lesen schadet oft dem Klima mehr, als in einem modernen E-Book-Reader zu schmökern. Warum für Leseratten der Konsum elektronischer Bücher nachhaltiger ist, lesen Sie hier.

E-Book-Reader könnten Gedrucktes ersetzen.
Leseratten können mit E-Book-Readern das Klima schützen.
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Wer pro Jahr mindestens zehn Bücher auf einem E-Book-Reader liest, trägt damit zum Umweltschutz bei, wie eine neue Studie des Öko-Instituts in Deutschland beweist. Denn bei der Herstellung des elektronischen Gerätes spart man im Endeffekt Papier, Energie und Treibhausgase.

In der Herstellung und der Nutzung über drei Jahre hinweg verursacht ein E-Book-Reader mit eInk-Display etwa 25 Kilogramm CO2, wie die Studie des Öko-Instituts zeigt. Jedoch allein die Herstellung von zehn Büchern mit 200 DIN-A5-Seiten verursacht bereits elf Kilogramm CO2. Auch dieselbe Anzahl Bücher aus Recyclingpapier verursacht noch immer neun Kilogramm umweltschädliches CO2. Wer also mehr als zehn Bücher im Jahr liest, schadet dem Klima auf lange Sicht durch einen Umstieg auf einen E-Book-Reader weniger.

Da E-Book-Reader längerfristig Gedrucktes ersetzen können, weisen sie insgesamt ein hohes Potenzial auf, die Umwelt zu entlasten und das Klima zu schützen. Wer also seine Bücher und vorzugsweise auch seine Zeitung nur noch auf dem E-Book-Reader liest, trägt so zum Klimaschutz bei. Schon heute ist das digitale Lesen beliebt. Millionen Deutsche lesen bereits ihre Bücher auf dem modernen Buchersatz. Es gibt einen gewissen Trend, ob der E-Book-Reader das Buch jedoch ablösen wird, ist ungewiss, wie Dietlinde Quack, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Öko-Institut, gegenüber pressetext.ch erklärt.

Wenn ein E-Book-Reader die Kriterien des Öko-Instituts erfüllt, kann er jetzt das Umweltzeichen «Blauer Engel» erhalten und gehört damit zu den besten und umweltfreundlichsten Geräten seiner Klasse. Geräte mit diesem Siegel zeichnen sich unter anderem durch langlebige Akkus und optimierte Ladevorgänge aus und können viele der gängigen E-Book-Formate lesen.

Quellen: pressetext.ch, oeko.de

Text: Fabienne Wernli