Zum Inhalt

Nach 100 Jahren ist der Gartenschläfer zurück

25.04.2022Für über 100 Jahre galt der Gartenschläfer im Kanton Solothurn als ausgestorben. Nun, zum ersten Mal seit 1909 und passend zum Titel «Tier des Jahres», wurde das süsse Nagetier in einem Nistkasten gesichtet.

Ein Gartenschläfer auf einem Baum
Der Gartenschläfer ist das «Tier des Jahres» 2022. © Biosphoto / Frédéric Desmette⁠

Good News! Nach über 100 Jahren wurde kürzlich zum ersten Mal ein Gartenschläfer im Kanton Solothurn fotografiert. Für Expertinnen und Experten ist dies ein wahrer Sensationsfund. Denn die Naturschutzorganisation Pro Natura hat den nachtaktiven Nager zum «Tier des Jahres 2022» gekürt.

3 von 5

Wo ein Gartenschläfer ist, sind auch seine Artgenossen nicht weit

Eingekringelt und mit runtergeklappten Öhrchen begibt sich der Gartenschläfer in der kalten Jahreszeit in den Winterschlaf. Als Unterschlupf dafür dienen Felsspalten, Baumhöhlen oder Vogelnistkästen. Foto © Biosphoto / Jean-François Noblet

Auch in anderen Regionen der Schweiz wurde das seltene Tier über Jahrzehnte nicht gesichtet. Das macht die Entdeckung zu einem so speziellen Ereignis. Entdeckt wurde das Tier in einem Nistkasten auf einer Hochstammwiese im solothurnischen Büsserach durch Privatpersonen.

Der Fund lässt aufhorchen, denn: Wo ein Gartenschläfer ist, sind meist auch seine Artgenossen nicht weit.

«Tier des Jahres 2022»

Der Gartenschläfer hat es nicht leicht in der Schweiz, denn sein Lebensraum wird immer knapper. Anders als es der Name vermuten lässt, lebt der Nager nicht etwa in Gärten, sondern war ursprünglich in Wäldern heimisch. Dort benötigt er Totholz, Baumhöhlen sowie Felsen und Büsche.

Dieser Lebensraum ist über die letzten Jahrzehnte immer kleiner geworden. Aus diesem Grund musste sich das Tier anpassen und hat in Obstgärten, Hecken und Scheunen ein neues Zuhause gefunden.

Durch die immer intensivere Landwirtschaft ist jedoch auch dieser Lebensraum geschrumpft. 2022 soll der Gartenschläfer nun als Botschafter wilde Wälder und naturnahe Kulturlandschaften promoten.

0 Kommentare

?
Weitere Artikel
Urban Farming: Flughafen Chicago produziert eigenen Honig & Gemüse Urban Farming: Flughafen Chicago produziert eigenen Honig & Gemüse Die Schweiz steht vor einer Energiekrise Die Schweiz steht vor einer Energiekrise Am nationalen Klimatag erklären wir der Erde unsere Liebe Am nationalen Klimatag erklären wir der Erde unsere Liebe Frauen haben in Sachen Nachhaltigkeit die Nase vorn Frauen haben in Sachen Nachhaltigkeit die Nase vorn Rekordtemperaturen der Meere gefährden Ökosysteme Rekordtemperaturen der Meere gefährden Ökosysteme Stiftung Tier im Recht kritisiert milde Strafen für Tierquäler Stiftung Tier im Recht kritisiert milde Strafen für Tierquäler

Meistgelesene Artikel

Neues
Was kann ich alles mit Bärlauch machen? 13 feine Rezept-Ideen Was kann ich alles mit Bärlauch machen? 13 feine Rezept-Ideen Mit Einfrieren, Trocknen und mehr: So kannst du Bärlauch haltbar machen Mit Einfrieren, Trocknen und mehr: So kannst du Bärlauch haltbar machen Bärlauch sammeln: Wie du das Kraut erkennst und richtig erntest Bärlauch sammeln: Wie du das Kraut erkennst und richtig erntest Gesundes Vollkornbrot selber backen: Mit diesem Rezept geht’s im Nu Gesundes Vollkornbrot selber backen: Mit diesem Rezept geht’s im Nu Palmöl in Schoggi und Co: Wie unser Konsum den Orang-Utan bedroht Palmöl in Schoggi und Co: Wie unser Konsum den Orang-Utan bedroht Sehhilfe statt Wegwerfaccessoire: Worauf es bei einer nachhaltigen Brillenwahl ankommt Sehhilfe statt Wegwerfaccessoire: Worauf es bei einer nachhaltigen Brillenwahl ankommt

Anmelden oder Registrieren

Melde dich kostenlos an, diskutiere mit anderen User:innen und speichere deine Artikel.
Anmelden Registrieren

Speichere deine Artikel

Logge dich ein oder erstelle einen Account und du kannst deine Artikel für später speichern.
Anmelden Registrieren