Vorbeugen nutzt wenig: Mücken wählen Opfer gezielt aus

Dass die Einen ständig gestochen werden während Andere verschont bleiben, hat nichts mit den äusseren Umständen zu tun. Forscher haben jetzt neue Hinweise darauf gefunden, wie Mücken ihre Opfer auswählen und welche Menschen sie bevorzugen.

Mücken wählen ihre Opfer ganz genau aus
Foto: © Henrik_L / iStock / Thinkstock
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Schon länger bekannt ist, dass Mücken ihre Opfer unter anderem nach dem Körpergeruch aussuchen. Forscher aus Grossbritannien und den USA wollten es aber genauer wissen und haben anhand von Studien festgestellt, dass ein Gen dafür verantwortlich ist, wenn Menschen bevorzugt gestochen werden. Denn unser Erbgut bestimmt auch unseren individuellen Körpergeruch.

Für ihre Versuche schickten die Forscher Tigermücken (Aedes aegypti) durch einen Testparcours. Diese mussten durch einen Kanal fliegen, der sich wie ein Y in zwei Wege aufspaltete.

Die kleinen Blutsauger konnten nur nach dem Geruch wählen, welche Abzweigung sie nehmen wollten, denn am oberen Ende der beiden Schächte steckte die Hand je einer Versuchsperson. Geopfert haben sich 18 eineiige, also genetisch weitgehend identische, und 19 zweieiige weibliche Zwillingspaare. Die eineiigen Zwillinge wurden fast gleich oft gestochen, die zweieiigen Zwillinge dagegen waren unterschiedlich stark begehrt.

Diese neuen Erkenntnisse könnten hilfreich für den Kampf gegen von Mücken übertragenen Krankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber sein. Neue Fallen zum Beispiel könnten besser vor Stichen schützen. Doch dafür sind zunächst Studien in einem grösseren Umfang notwendig.

Was Ihnen helfen kann, wenn Sie von den Blutsaugern attackiert wurden, erfahren sie in dem Beitrag «Hausmittel gegen Mückenstiche: Was bei Juckreiz und Schwellung hilft».

Quellen: zeit.de, schweizerbauer.ch, Text: Regina Rohland