Lektion Littering: Abfalluntericht für Schweizer Jugendliche

Littering, das achtlose Wegwerfen von Müll auf Strassen und Plätzen, wird zunehmend zu einem Problem. Bern, Thun und Biel ergreifen nun die Initiative und bieten ab kommendem Schuljahr Abfallunterricht für Jugendliche an.

Littering als Unterrichtsfach in Schweizer Schulen
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Leere Take-Away-Boxen, Getränkeflaschen und Tragtaschen – nach so manchem Zmorge, Znüni oder Zmittag bleibt der Abfall auf dem Weg zurück. Littering, das Entsorgen von Abfall im öffentlichen Raum, kommt Schweizer Städte teuer zu stehen und wird zunehmend zum Problem. Aus diesem Grund bieten Bern, Thun und Biel nun Littering- und Ressourcenunterricht für Berufsfach- und Mittelschulen an.

Schweizer Jugendliche als Littering-Experten

Die Stiftung «Praktischer Umweltschutz Schweiz» (Pusch) hat das Unterrichtsmodul «Tatort Littering» im Auftrag der drei Städte entwickelt. Unter Anleitung eines Umweltexperten werden die Jugendlichen als investigative Reporter auf stark frequentierte Strassen und Plätzen geschickt, um die Gründe und Auswirkungen von Littering zu recherchieren. Anschliessend werden im Klassenzimmer gemeinsam Lösungsansätze erarbeitet, wie man der öffentlichen Vermüllung entgegengewirken kann. 

Gegenüber 20min.ch erklärte Nadine Ramer von der Stiftung «Praktischer Umweltschutz Schweiz», man wolle die Jugendlichen nicht als Sündenböcke abstempeln, sondern sie zu Experten in Sachen Abfall machen. Das Angebot umfasst drei Lektionen, ist kostenlos und kann mit Schuljahrstart 2014/2015 gebucht werden.

Quellen: pusch.ch, 20min.ch