Leuthard in Doha: Der Klimaschutz braucht endlich Fortschritte

«Die Welt muss handeln», forderte Bundesrätin Doris Leuthard in ihrer Rede auf dem Klimagipfel in Doha. Neben Industriestaaten rief sie auch Schwellen- und Entwicklungsländer dazu auf, sich beim Engagement für den Klimaschutz endlich einig zu werden.

Klimakonferez in Doha: Leuthard fordert die Welt zum Handeln auf
Doris Leuthard spricht bei der Ministerkonferenz in Doha. Foto: UVEK
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Das einzige international bestehende Abkommen zur Senkung der Treibhausgase läuft 2012 aus. Das Kyoto-Protokoll muss daher dringend verlängert werden. Leuthard bekräftigte, dass die Schweiz engagiert ist, mit den in Doha teilnehmenden Ländern Vereinbarungen für ein Folgeabkommen einzugehen.

Für das neue Abkommen bietet die Schweiz sogar an, ihre Treibhausgase noch stärker zu reduzieren, und zwar statt der bisher vereinbarten 20 Prozent bis 2020 auf 30 Prozent. Dazu ist sie jedoch nur bereit wenn andere Industrienationen mitziehen. Ausserdem müssten «auch die Entwicklungsländer entsprechend ihrer Verantwortung und ihren Möglichkeiten einen ausreichenden Beitrag leisten», forderte Leuthard.

Der UN-Klimagipfel hatte am 26. November 2012 in der Hauptstadt des arabischen Emirats Katar begonnene. Für seinen Abschluss am 7. Dezember wird eine vertragliche Verlängerung des Kyoto-Protokolls erwartet.

Quelle: UVEK

Text: Leena Heinzelmann