Auf Produkten soll künftig die Lebensdauer angegeben werden

Konsumentenschützer fordern, dass Produkte mit ihrer zu erwartenden Lebensdauer gekennzeichnet werden. Das kommt nicht bei allen Herstellern gut an. Samsung etwa spricht sich neben dem Aufdruck der Lebensdauer gleich auch gegen mehr Nachhaltigkeit in der Produktion aus.  

Lebensdauer von Produkten soll zukünftig ersichtlich sein
Damit Produkte nicht nach kurzer Zeit im Müll landen, soll zukünftig die erwartete Lebensdauer angegeben werden. Foto: © Lisa Quarfoth / Hemera / Thinkstockphotos.
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Die ungefähre Lebensdauer, aber auch die Reparierbarkeit von Produkten sollen in Zukunft auf den ersten Blick ersichtlich sein. Das soll den Konsumenten bei der Kaufentscheidung helfen, die sich bisher überwiegend an Kriterien wie Preis und Marke orientieren können. So lautet der Vorschlag der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS), der aufgrund zunehmender Konsumentenbeschwerden über Fehler bei Produkten entstand.

Was Hersteller von einem Aufdruck der Lebensdauer und Reparierbarkeit halten, ermittelte die SKS in einer Umfrage. Ende 2013 hat die Stiftung dafür 34 Schweizer Niederlassungen von bekannten Marken wie HP und Siemens mit den bei ihr eingegangenen Beschwerden konfrontiert. Dazu fragte die SKS, ob die Firmen vor diesem Hintergrund eine künftige Angabe der zu erwarteten Lebensdauer ihrer Produkte unterstützen würden. Insgesamt 14 Hersteller haben geantwortet, wovon sich laut der Stiftung 70 Prozent dazu bereit erklärten.

Samsung und Elektrolux lehnen Aufdruck der Lebensdauer ab

Doch nicht alle Firmen unterstützen die Kennzeichnung der Lebensdauer und Reparierbarkeit. Samsung, Lowa und Elektrolux lehnen eine solche Deklaration ab. Samsung ist zudem das einzige der befragten Unternehmen, das sich zusätzlich klar gegen mehr Nachhaltigkeit in der Produktion aussprach. Es gab in der Umfrage an, dass sich nachhaltige Massnahmen für ihn nicht lohnen würden.

Dass Samsung nur wenig über die Nachhaltigkeit seiner Produkte nachdenkt, passt zu den Erfahrungen der Konsumenten, die sich regelmässig beim SKS beschweren. So würden die Produkte von Samsung nach HP die meisten Beschwerden erhalten. Genau deshalb sei es wichtig, dass nicht nur Hersteller über die Langlebigkeit ihrer Produkte Bescheid wissen, sondern auch die Konsumenten.


Quellen: konsumentenschutz.ch, schweizmagazin.ch, 20min.ch
Autor: Cristina Bürgi