«Landschaftsforschung und -Gestaltung: Wege zur Kooperation»

Ziel des Workshops «Landschaftsforschung und -Gestaltung – Wege zur Kooperation» war es, die Kooperation und den Austausch zwischen Wissenschaft, Forschung und Anwendung unter besonderer Beachtung der Landschaftsgestaltung zu fördern und mit Beispielen aus der Praxis zu illustrieren.

Das Publikum folgt gebannt den Vorträgen des Workshops.
Das Publikum folgt gebannt den Vorträgen des Workshops. Foto: © natur.ch
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Als Einstieg betonte Marcel Hunziker den sozialwissenschaftlichen Aspekt der Landschaft, gefolgt von Joachim Kleiner mit einem landschaftsästhetischen Ansatz am Beispiel der Siedlungsränder, während Anette Freytag in ihrem fulminanten Referat mit der Analyse des Ortes für die Topologie der Landschaft plädierte. Urs Meyer übernahm abschliessend die Rolle des Praktikers, der wissen wollte, was zu tun sei, damit eine gute Lösung auch wirklich realisiert wird.

Die Definition der Landschaft folgt der Europäischen Landschaftskonvention, wonach Landschaft ein Produkt der Wechselwirkung ist und einen landschaftsökologischen und einen sozialwissenschaftlichen Zugang gewährt. Aspekte dieses Zugangs sind die Ansprüche der Menschen an die Landschaft, die Einstellungen gegenüber ihrer Veränderung und Entwicklung, die Wirkung der Landschaft auf die Menschen sowie ihr Verhalten und dessen Lenkung. Nachhaltige Landschaftsentwicklung muss die Bedürfnisse von Gesellschaft und Natur erfüllen. Joachim Kleiner erläuterte das an zwei konkreten Projekten: Zuerst die Problemdefinition, danach die Erfassung der Charakterräume, eine Stärken- / Schwächen-Analyse und schliesslich einen Massnahmenkatalog.

Anette Freytag plädierte für die Topologie als Methode, basierend auf der Lehre von der Lage und Anordnung geometrischer Gebilde im Raum. Die räumlichen Daten werden mittels Drohnen erfasst und in dreidimensionalen Bildern, welche auch die möglichen Veränderungen visualisieren dargestellt. Nach der Frage von Urs Meyer, mit welchen Mitteln eine gute Lösung denn auch umgesetzt werden könne, zeigte die anschliessende lebhafte Diskussion, dass es primär darum gehe, die schlechten Projekte zu vermeiden. Was wiederum zur Frage führte, wer denn gut oder schlecht definiere. Einig waren sich aber alle, dass gute Lösungen Zeit und Partizipation der Bevölkerung unter der Leadership der Fachleute brauchen. Landschaftswahrnehmung gibt es nicht per se, aber man kann sie schulen und lernen.

Die Teilnehmer:

  • Urs Steiger, Forum Landschaft
  • Anette Freytag, Eidgenössische Technische Hochschule ETH Zürich
  • Marcel Hunziker, Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL
  • Joachim Kleiner, Hochschule für Technik Rapperswil HSR
  • Urs Meyer, Konferenz der Beauftragten für Natur- und Landschaftsschutz KBNL
 

 

Quelle: NATUR

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